Ein erschütternder Fall erschüttert Thüringen: Zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren sind wegen des Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Meiningen mitteilte, wurde der Haftbefehl am Dienstag durch eine Ermittlungsrichterin erlassen. Die Jugendlichen wurden am frühen Morgen desselben Tages festgenommen.
Im Zentrum der Ermittlungen steht der gewaltsame Tod eines 23-jährigen Mannes in Zella-Mehlis. Der junge Mann war offenbar am vergangenen Wochenende unter bislang ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Bereits am Freitag zuvor waren zwei 19-jährige Tatverdächtige in U-Haft genommen worden – ebenfalls wegen Mordverdachts. Nun geraten auch die beiden Minderjährigen ins Visier der Ermittler.
Über das mögliche Tatmotiv, die Beziehung der Tatverdächtigen zum Opfer sowie den genauen Tathergang schweigt sich die Staatsanwaltschaft bislang aus. Aus Ermittlungsgründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Jugendlichen werden derzeit keine weiteren Details veröffentlicht.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln mit Hochdruck in dem Fall, der nicht nur juristisch komplex, sondern auch gesellschaftlich hochsensibel ist. Die Beteiligung von Jugendlichen an einem mutmaßlichen Tötungsdelikt löst in der Region tiefe Bestürzung aus.
In Zella-Mehlis, einer Kleinstadt im Süden Thüringens, herrscht Fassungslosigkeit. Die Nachricht von der mutmaßlichen Beteiligung so junger Menschen an einem Gewaltverbrechen hat viele erschüttert. Die Ermittlungen laufen weiter – und mit ihnen die Suche nach Antworten auf die Frage, wie es zu einer derart tragischen Eskalation kommen konnte.