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Heizöl deutlich teurer: Jetzt bestellen oder weiter auf fallende Preise hoffen?

Frank_Reppold (CC0), Pixabay

Wer noch ausreichend Heizöl im Tank hat, kann Preisbewegungen zunächst beobachten. Anders sieht es aus, wenn der Vorrat bereits knapp wird. Dann besteht die Gefahr, später unter Zeitdruck bestellen zu müssen – möglicherweise zu einem noch höheren Preis.

Warten ist eine Wette auf sinkende Preise

Heizölpreise hängen von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören insbesondere die Entwicklung der Rohölpreise, Wechselkurse sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Deshalb lässt sich kaum zuverlässig vorhersagen, ob Heizöl in einigen Wochen tatsächlich wieder günstiger sein wird.

Für Verbraucher bedeutet das: Wer mit der Bestellung wartet, spekuliert letztlich darauf, dass sich der Markt in die gewünschte Richtung entwickelt.

Bei einem größeren Tank können bereits wenige Cent Preisunterschied pro Liter einen erheblichen Betrag ausmachen. Entsprechend verständlich ist es, dass viele Haushalte nach dem jüngsten Preisanstieg nicht sofort bestellen wollen.

Tankfüllstand wird jetzt entscheidend

Statt ausschließlich auf den vermeintlich perfekten Kaufzeitpunkt zu warten, sollten Haushalte zunächst ihren tatsächlichen Vorrat prüfen.

Ist der Tank noch gut gefüllt, besteht mehr Spielraum. Wer dagegen nur noch geringe Reserven besitzt, sollte bedenken, dass eine weitere Preissteigerung die Rechnung zusätzlich verteuern könnte.

Eine Möglichkeit kann sein, zunächst nicht den gesamten Tank aufzufüllen, sondern eine kleinere Menge zu bestellen. Damit lässt sich der unmittelbare Bedarf absichern, während für eine spätere größere Bestellung weiterhin auf günstigere Preise gehofft werden kann. Ob sich das lohnt, hängt allerdings auch von Lieferkosten und Mindestmengen des jeweiligen Händlers ab.

Nicht nur auf den Literpreis schauen

Beim Preisvergleich sollten Verbraucher außerdem den tatsächlichen Gesamtpreis betrachten. Liefermenge, Liefergebiet, Zahlungsart und zusätzliche Gebühren können den Endbetrag beeinflussen.

Auch Sammelbestellungen mit Nachbarn können interessant sein. Ob dadurch tatsächlich gespart wird, sollte jedoch vorher anhand konkreter Angebote überprüft werden.

Vor einer Bestellung empfiehlt es sich zudem, mehrere Händler miteinander zu vergleichen und nicht allein aufgrund eines vermeintlich kurzfristigen Sonderangebots zu entscheiden.

Niemand kennt den günstigsten Tag

Die zentrale Frage „heute kaufen oder noch warten?“ lässt sich seriös nicht mit einem sicheren Datum beantworten. Zu viele Faktoren können den Ölmarkt innerhalb kurzer Zeit bewegen.

Für Haushalte mit ausreichenden Reserven kann es deshalb sinnvoll sein, die Entwicklung weiter zu verfolgen und einen persönlichen Preis festzulegen, bei dem sie bestellen wollen. Bei einem fast leeren Tank wird dagegen die Versorgungssicherheit wichtiger als die Hoffnung, den niedrigsten Preis des Jahres zu erwischen.

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