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Drei Jahre Haft für islamistischen Influencer wegen Spendenbetrugs

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Ein islamistischer Influencer ist in Düsseldorf wegen gewerbsmäßigen Spendenbetrugs zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der aus Nordrhein-Westfalen stammende Mann über soziale Medien unter dem Deckmantel salafistischer Predigten fast eine halbe Million Euro an Spenden erschlichen hat – mit dem Versprechen, das Geld an Hilfsorganisationen weiterzuleiten.

Doch statt in karitative Projekte floss der Großteil der rund 500.000 Euro in den persönlichen Lebensunterhalt des Mannes und seiner Lebensgefährtin – für private Ausgaben, Reisen und Luxusartikel. Die versprochene Hilfe kam nie an. Besonders perfide: Der Angeklagte nutzte religiöse Rhetorik, emotionale Appelle und professionell inszenierte Videos, um gezielt Vertrauen zu gewinnen und Gläubige zu Spenden zu bewegen.

Auch seine Lebensgefährtin, die laut Gericht aktiv an der Täuschung beteiligt war, wurde verurteilt – allerdings zu einer Bewährungsstrafe. Sie habe in vollem Umfang gestanden und sich kooperativ gezeigt, hieß es zur Begründung.

Die Richter betonten in ihrer Urteilsbegründung die Schwere des Vertrauensmissbrauchs: Der Angeklagte habe seine Stellung als religiöser Meinungsführer gezielt ausgenutzt, um gutgläubige Menschen hinters Licht zu führen – nicht aus ideologischer Überzeugung, sondern aus eigennützigen Motiven. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Gefahr digitaler Propaganda und den Missbrauch sozialer Medien durch extremistische Akteure. Die Justiz sendet mit dem Urteil ein deutliches Signal: Religiöser Schein schützt nicht vor strafrechtlicher Verantwortung.

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