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Brandgefahr durch Kraftstoffleck: Ford ruft fast 700.000 SUV-Modelle zurück

AlLes (CC0), Pixabay

Der US-Autobauer Ford steht erneut vor einer großangelegten Rückrufaktion: Wegen potenziell gefährlicher Kraftstofflecks ruft das Unternehmen weltweit fast 700.000 SUV-Modelle in die Werkstätten zurück. Betroffen sind die beliebten Typen Bronco Sport, Escape und Kuga, wie Ford am Montag der US-Börsenaufsicht SEC in New York mitteilte.

Laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA besteht bei bestimmten Modellen mit 1,5-Liter-Motoren die Gefahr, dass Einspritzdüsen Risse entwickeln und Kraftstoff im Motorraum freisetzen – mit einem erhöhten Brandrisiko als Folge. Die Rückrufaktion betrifft Fahrzeuge der Baujahre 2019 bis 2024, darunter:

  • Bronco Sport (2021–2024),

  • Ford Escape (2020–2022) und

  • Ford Kuga (2019–2024).

Insgesamt sind 694.271 Fahrzeuge weltweit betroffen. Eine konkrete Zahl für den europäischen oder deutschen Markt nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Um das Risiko einzudämmen, wird zunächst eine Software-Aktualisierung der Motorsteuerung durchgeführt. Diese soll im Verdachtsfall frühzeitig auf austretenden Kraftstoff reagieren, etwa durch Warnhinweise oder eine automatische Anpassung der Motoreinstellungen.

Ford beziffert die Kosten der Rückrufaktion auf etwa 570 Millionen US-Dollar – rund 490 Millionen Euro. Diese Ausgabe werde als Sondereffekt verbucht und belaste das bereinigte operative Ergebnis nicht, so der Konzern mit Sitz in Dearborn, Michigan.

Dennoch reagierte der Kapitalmarkt sensibel: Die Ford-Aktie gab im vorbörslichen US-Handel um 1,9 Prozent nach.

Die Rückrufaktion reiht sich ein in eine Serie technischer Herausforderungen, mit denen große Autohersteller derzeit konfrontiert sind – von Softwareproblemen bis hin zu sicherheitsrelevanten Bauteilmängeln. Für die betroffenen Ford-Kunden heißt es nun: Werkstattbesuch so bald wie möglich – der Sicherheit zuliebe.

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