Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht 2025 ein gemischtes Bild. Der DM Premium Strategie defensiv erfüllte zwar sein Kernversprechen, Marktrückgänge durch Absicherungen deutlich abzufedern. Besonders im schwachen zweiten Quartal begrenzte der Fonds den Rückgang auf -4,4 %, während Vergleichsindizes teils wesentlich stärker verloren. Das bestätigt die defensive Ausrichtung und die Wirksamkeit der Options- und Future-Strategie.
Die absolute Rendite blieb jedoch enttäuschend: Die Anteilklasse Euro erzielte nur +1,19 %, die CHF-Klasse lediglich +0,08 %. Angesichts eines weitgehend positiven Aktienjahres und hoher Aktienquote von 97,4 % ist das für Anleger nur bedingt überzeugend. Die Absicherung schützt zwar, begrenzt aber offenbar auch die Partizipation an steigenden Märkten.
Kritisch zu sehen sind zudem die Kosten. Die TER von rund 1,63 % ist für eine defensive Strategie mit nur geringem Jahreszuwachs hoch. Hinzu kommen erhebliche Transaktionskosten von 1,31 Mio. EUR sowie ein Ausgabeaufschlag von bis zu 4 %, was die Nettorendite für Anleger weiter belastet.
Auffällig ist auch der deutliche Rückgang des Fondsvermögens von 251,2 Mio. EUR auf 191,9 Mio. EUR, hauptsächlich durch Mittelabflüsse von über 61 Mio. EUR. Das deutet auf nachlassendes Anlegervertrauen oder Umschichtungen hin.
Positiv bleibt die breite Streuung über große Qualitätsunternehmen, vor allem aus den USA, ergänzt durch europäische Titel wie SAP, ASML, Sanofi und Deutsche Telekom. Allerdings ist das Portfolio stark technologie- und US-lastig, auch wenn Währungsrisiken größtenteils abgesichert werden.
Fazit: Der Fonds eignet sich für Anleger, die Wert auf Verlustbegrenzung und geringere Schwankungen legen. Für renditeorientierte Anleger wirkt das Chancen-Risiko-Verhältnis jedoch wenig attraktiv: hohe Kosten, geringe Wertentwicklung und deutliche Mittelabflüsse schwächen das Gesamtbild.