Der am 9. September 2026 veröffentlichte Jahresabschluss zeigt eine deutliche Verkleinerung der Bilanz. Zum 31. Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 7.049,82 Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 13.337,16 Euro.
Damit hat sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres nahezu halbiert.
Jahresverlust mehr als verdoppelt
Besonders deutlich fällt die Verschlechterung beim Ergebnis aus. Bereits 2024 hatte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 2.305,14 Euro ausgewiesen.
2025 erhöhte sich der Verlust auf 5.900,24 Euro. Damit hat sich der Jahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.
Zusätzlich steht inzwischen ein Verlustvortrag von 13.488,69 Euro in der Bilanz. Zusammen mit dem aktuellen Jahresfehlbetrag belastet dieser das Eigenkapital erheblich.
Eigenkapital sinkt auf 5.611 Euro
Das gezeichnete Kapital beträgt weiterhin 25.000 Euro. Aufgrund der aufgelaufenen Verluste verbleibt davon bilanziell jedoch nur noch ein Eigenkapital von 5.611,07 Euro.
Ende 2024 hatte das Eigenkapital noch 11.511,31 Euro betragen.
Innerhalb eines Jahres ist es damit um rund 51 Prozent zurückgegangen. Rechnerisch sind zum Bilanzstichtag nur noch gut 22 Prozent des gezeichneten Kapitals als Eigenkapital vorhanden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Gesellschaft zahlungsunfähig oder insolvent ist. Der Abschluss zeigt aber eine erhebliche bilanzielle Verlustbelastung.
Finanzanlagen nur noch mit einem Euro angesetzt
Eine weitere auffällige Veränderung findet sich auf der Aktivseite.
Die Finanzanlagen wurden Ende 2024 noch mit 2.000 Euro bilanziert. Zum 31. Dezember 2025 beträgt der ausgewiesene Wert nur noch 1 Euro.
Im Anhang heißt es, dass Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Soweit erforderlich, werde jedoch ein am Bilanzstichtag niedrigerer beizulegender Wert berücksichtigt.
Aus den vorgelegten Angaben allein lässt sich allerdings nicht sicher feststellen, warum der Bilanzwert der Finanzanlagen konkret von 2.000 Euro auf einen Euro gefallen ist. Eine weitergehende Erläuterung dieser Veränderung enthält der wiedergegebene Anhang nicht.
Auch Bankguthaben deutlich gesunken
Gleichzeitig reduzierten sich die liquiden Mittel. Ende 2024 verfügte die Gesellschaft über 11.337,16 Euro an Kassen- und Bankguthaben. Ein Jahr später waren es noch 7.048,82 Euro.
Immerhin weist die veröffentlichte Bilanz zum Jahresende keine Verbindlichkeiten aus.
Auf der Passivseite stehen neben dem Eigenkapital lediglich Rückstellungen in Höhe von 1.438,75 Euro. Diese lagen im Vorjahr noch bei 1.825,85 Euro.
Teil des wpd-Konzerns
Die Windpark Wüsten Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Bremen und wird beim Amtsgericht Bremen unter HRB 33431 HB geführt. Sie ist nach § 267 HGB als kleine Kapitalgesellschaft eingestuft.
Nach Angaben im Anhang wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen.
Als Geschäftsführer wird für das Geschäftsjahr 2025 Dr. Gernot Blanke genannt. Der Abschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet.
2025 hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz
Die Größenordnung der Gesellschaft ist zwar klein, der Jahresvergleich fällt dennoch deutlich aus: Der Verlust hat sich mehr als verdoppelt, das Eigenkapital ist um rund die Hälfte zurückgegangen und die Finanzanlagen stehen nur noch mit einem Euro in den Büchern.
Positiv ist, dass zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten ausgewiesen werden und noch liquide Mittel von gut 7.000 Euro vorhanden waren.
Die entscheidende Frage, die der veröffentlichte Abschluss nicht beantwortet, betrifft jedoch die Finanzanlagen: Was genau hinter dem Rückgang von 2.000 Euro auf den Erinnerungswert von einem Euro steht, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben nicht entnehmen.