Ein Silvesterauftritt des albanischen Breakdance-Weltmeisters Adnan Dushaku alias „Lil Amok“ hat in Berlin und in sozialen Netzwerken heftige Reaktionen ausgelöst. In einem Video, das er selbst auf Instagram und Threads veröffentlichte, ist zu sehen, wie Dushaku und ein weiterer Tänzer mit an den Beinen befestigten Feuerwerksfontänen auf einer Kreuzung nahe dem Roten Rathaus auftreten. Während sie Breakdance-Moves zeigen, schießen Funken und Leuchtkugeln unkontrolliert in alle Richtungen.
Mehrere Autos, darunter offenbar ein wartendes Taxi, werden dabei von den Feuerwerkskörpern getroffen. Am Ende des Clips wird sogar ein beteiligter Tänzer von einer Leuchtkugel erwischt. Der Ort des Geschehens – direkt vor dem Berliner Rathaus – und die offensichtliche Gefährdung unbeteiligter Dritter verstärken die Kritik.
In den Kommentaren prallen die Meinungen aufeinander: Hunderttausende Likes und Lob für Athletik und Kreativität stehen scharfen Vorwürfen gegenüber. Viele Nutzer sprechen von verantwortungslosem Verhalten, andere deuten mögliche Straftaten an und fordern ein Eingreifen der Polizei. Auf Threads wurde der Auftritt teils bereits bei der Internetwache angezeigt.
Brisant ist der Zeitpunkt: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hatte kurz zuvor eine konsequente Linie gegen gefährliches Verhalten in der Silvesternacht angekündigt und von einer „Nacht der Repressionen“ gesprochen, wenn Menschen gefährdet oder angegriffen werden.
Ob der Auftritt strafrechtliche Konsequenzen haben wird, ist noch offen. Dushaku selbst reagierte bislang nicht auf die Kritik – außer mit einem knappen „Happy New Year“ unter seinem Video.