Nach dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins ist die Energieversorgung inzwischen wiederhergestellt. Dennoch bleiben die Schulen in den betroffenen Bezirken für den Rest der Woche geschlossen. Das teilte die Berliner Senatsverwaltung für Bildung mit. Erst ab Montag soll der reguläre Unterricht wieder aufgenommen werden.
Begründet wird die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken. Nach einem mehrtägigen Stromausfall seien umfassende technische Prüfungen der Schulgebäude erforderlich. Dazu zählen unter anderem Kontrollen der Brandmeldeanlagen, sicherheitsrelevanter Systeme sowie weiterer technischer Einrichtungen. Diese Überprüfungen seien zwingend notwendig, um die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie des Schulpersonals gewährleisten zu können.
Hinzu kommt, dass viele Schulgebäude nach dem Ausfall nicht sofort wieder vollständig beheizt werden können. Nach Angaben der Bildungsverwaltung benötige es Zeit, bis Heizsysteme wieder stabil laufen und ein angemessenes Raumklima erreicht sei. Unter diesen Bedingungen sei ein regulärer Unterrichtsbetrieb kurzfristig nicht verantwortbar.
Für Eltern und Familien bedeutet die verlängerte Schließung eine zusätzliche organisatorische Belastung. Um die Situation abzufedern, bleibt die bereits eingerichtete Notbetreuung weiterhin bestehen. Eine Übersicht der Schulen, die entsprechende Angebote vorhalten, stellt die Bildungsverwaltung online zur Verfügung.
Geplant ist, den Unterricht an den betroffenen Schulen ab Montag wieder regulär aufzunehmen. Informationen zur Situation in den Kitas sollen gesondert veröffentlicht werden. Die Senatsverwaltung betont, man sei sich der Auswirkungen auf Familien bewusst, halte die Maßnahme jedoch für notwendig, um einen sicheren Schulbetrieb nach dem Stromausfall zu gewährleisten.