In Paris klingt die Finanzkrise inzwischen wie ein Asthmaanfall:
Der Chef der französischen Zentralbank, François Villeroy de Galhau, hat sein Land offiziell vor einem „allmählichen Ersticken“ gewarnt.
Beruhigend, dass es immerhin langsam geht – man hat ja Stil.
„Frankreich ist nicht pleite, es bekommt nur etwas weniger Luft“, sagte der Notenbankchef charmant, während er vermutlich in eine Tüte aus alten Staatsanleihen atmete.
Ratingagenturen in Alarmstimmung – Croissants in Gefahr
„Alle Ratingagenturen sind alarmiert“, erklärte Villeroy, was in etwa so klingt, als hätten Moody’s, Fitch und S&P kollektiv die Trikolore auf Halbmast gesetzt.
Kein Wunder: Bei 3,4 Billionen Euro Schulden und einem Defizit von fast 6 Prozent des BIP wird sogar der Eiffelturm schwindlig.
Frankreich steht laut Experten damit kurz vor einem neuen Weltrekord –
nur noch übertroffen von Italien und dem FC Metz in der Defensivarbeit.
Teure Kredite, billige Ausreden
Die Zinslasten steigen, und Villeroy warnt vor einer „Ansteckung“.
Heißt: Wenn der Staat hustet, kriegen Bürger und Unternehmen Fieber.
Kredite könnten bald so teuer werden, dass Franzosen ihre Baguettes wieder bar bezahlen müssen – in Raten.
Politik: Drei Blöcke, null Bewegung
In der Nationalversammlung herrscht derweil das perfekte Gleichgewicht – also völliger Stillstand.
Seit den Neuwahlen im Sommer 2024 bekämpfen sich dort drei verfeindete Lager,
die nur in einer Sache einig sind: dass die anderen schuld sind.
Frankreich hat also alles, was es braucht:
hohe Schulden, politische Lähmung – und eine Regierung, die trotzdem weiter über neue Ausgaben diskutiert.
Fazit: Vive la Dette!
Frankreich droht nicht der Bankrott, sondern nur das „allmähliche Ersticken“ –
ein Prozess, der so typisch französisch ist, dass er vermutlich bald zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wird.
Und wenn alles schiefgeht, wird man eben eine neue Steuer erfinden –
auf Luft.