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Trump reist nach Asien – eine Woche voller diplomatischer Bewährungsproben

MIH83 (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump ist zu einer fünftägigen Asienreise aufgebrochen, die ihn unter anderem nach Malaysia, Japan und Südkorea führt. In Kuala Lumpur wurde er am Samstagabend (Ortszeit) mit rotem Teppich, Tänzern und wehenden Flaggen empfangen – und ließ es sich nicht nehmen, selbst ein paar Tanzbewegungen zu zeigen.

Friedensvermittler in Südostasien

Zum Auftakt unterzeichnete Trump gemeinsam mit den Regierungschefs Thailands, Kambodschas und Malaysias ein Friedensabkommen zwischen Thailand und Kambodscha. Der Konflikt war im Juli an der gemeinsamen Grenze eskaliert und hatte Dutzende Todesopfer gefordert.
Trump bezeichnete das Abkommen als „großen Erfolg“ und lobte die beiden Länder, sie hätten „großen Respekt füreinander“ gezeigt – etwas, das er „nicht gewohnt“ sei, wenn er Friedensverhandlungen führe.

Der US-Präsident versprach zudem, Beobachter aus ASEAN-Staaten würden sicherstellen, dass der Waffenstillstand halte. Kritiker in der Region mahnten jedoch, dass es sich eher um einen „ersten Schritt“ als um einen dauerhaften Frieden handle.

Parallel kündigte Trump Wirtschaftsabkommen mit beiden Ländern an – ein Handelsvertrag mit Kambodscha und ein Rohstoffabkommen mit Thailand sollen die Beziehungen festigen.

Treffen mit Xi Jinping – Handelskrieg im Fokus

Der wichtigste Termin der Reise steht erst noch bevor: ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag am Rande des APEC-Gipfels in Südkorea. Nach Monaten relativer Entspannung hatten sich beide Länder zuletzt wieder gegenseitig mit neuen Zöllen und Exportbeschränkungen überzogen.

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer zeigte sich in Kuala Lumpur vorsichtig optimistisch. Man bewege sich „auf die letzten Details zu, über die die beiden Staatschefs entscheiden können“, sagte Greer. Diskutiert würden vor allem Fragen zu Seltenen Erden und Technologieexporten.

Trump erklärte auf dem Flug nach Asien, es bestehe „eine sehr gute Chance auf ein umfassendes Abkommen“, auch wenn beide Seiten noch Zugeständnisse machen müssten.

Weitere Konfliktfelder – Taiwan, Kanada, Ukraine

Bei Fragen zum Thema Taiwan wich Trump aus. Er wolle „keine zusätzliche Komplexität schaffen“, sagte er. Zugleich warnte er China, ein militärischer Angriff auf Taiwan wäre „sehr gefährlich“.

Mit Kanada spitzte sich der Ton erneut zu: Trump kündigte an, die Zölle auf kanadische Waren um weitere zehn Prozentpunkte zu erhöhen – als Reaktion auf eine Werbekampagne der Provinz Ontario, die er als „unfreundlich“ bezeichnete.

Ein Treffen mit Wladimir Putin sei derzeit nicht geplant, so Trump. Zunächst müsse es „echte Chancen auf ein Friedensabkommen“ zwischen Russland und der Ukraine geben.

Symbolpolitik und Eigenlob

Während der Zeremonie in Kuala Lumpur erinnerte Trump an die kürzlich verstorbene thailändische Königinmutter Sirikit, die er als „Inbegriff von Würde und Güte“ bezeichnete. Das neue Friedensabkommen, sagte er, solle ihr „Andenken ehren“.

Trump sprach erneut über seine Rolle als Friedensstifter:

„Ich liebe es, solche Dinge zu tun. Es ist mehr als ein Hobby – es ist etwas, worin ich gut bin.“

Fazit

Trump präsentiert sich auf seiner Asienreise als Vermittler, Händler und Macher.
Doch hinter dem diplomatischen Glanz steckt ein schwieriger Balanceakt – zwischen neuen Friedensversprechen, alten Handelskonflikten und einem wachsenden Misstrauen zwischen den Großmächten.

Ob er tatsächlich Frieden und Handel zugleich schaffen kann, wird sich spätestens beim Treffen mit Xi Jinping zeigen – dem Moment, auf den die ganze Reise hinausläuft.

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