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US-Inflation steigt wieder auf 3 Prozent – Teuerung höher als normal, aber noch nicht außer Kontrolle

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay

Das Leben in den USA ist im September erneut teurer geworden. Nach Angaben des Bureau of Labor Statistics (BLS) stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit erhöhte sich die Jahresinflationsrate von 2,9 auf 3 Prozent – der höchste Stand seit Januar.

Treibstoffpreise als Haupttreiber

Hauptverantwortlich für den Anstieg waren die Benzinpreise, die im Monatsvergleich um 4,1 Prozent zulegten – der stärkste Anstieg seit August 2023. Auch die Preise für Lebensmittel, Strom, Mieten und importierte Waren, die von Trumps neuen Zollmaßnahmen betroffen sind, trugen zur Verteuerung bei.

Lebensmittelpreise stiegen zwar langsamer als im August, als sie den höchsten Sprung seit fast drei Jahren verzeichneten, doch der Trend bleibt steigend. Die Wohnkosteninflation zeigte sich dagegen weiter abgeschwächt.

Zahlen besser als erwartet – aber nicht beruhigend

Ökonomen hatten laut FactSet eigentlich einen monatlichen Anstieg um 0,4 Prozent und eine Jahresrate von 3,1 Prozent erwartet. Die tatsächlichen Werte fielen damit etwas niedriger aus – was zwar kurzfristig für Erleichterung sorgt, aber keinen Grund zur Entwarnung bietet.

Ohne Energie- und Lebensmittelpreise – also bei der sogenannten Kerninflation – lag der Anstieg bei 0,2 Prozent, ebenfalls mit einer Jahresrate von 3 Prozent.

„Es ist eine psychologisch wichtige Marke, wieder bei drei Prozent zu liegen“, sagte Heather Long, Chefökonomin der Navy Federal Credit Union, gegenüber CNN.

Laut Berechnungen von Moody’s Analytics geben amerikanische Haushalte im Schnitt 208 US-Dollar mehr pro Monat aus als vor einem Jahr – und über 1.000 Dollar mehr als Anfang 2021, also kurz nach der Pandemie.

Blick auf die Fed und Trumps Zollpolitik

Die neuen Zahlen dürften der US-Notenbank (Fed) Spielraum für eine Zinssenkung eröffnen, schrieb Christopher Rupkey, Chefökonom von FwdBonds. Er warnte jedoch, der positive Eindruck könne täuschen:

„Die unmittelbaren Folgen der neuen Trump-Zölle sind in den Inflationsdaten noch gar nicht vollständig sichtbar.“

Tatsächlich zeigen einzelne Warengruppen bereits Preisschübe. Kleidung, Möbel, Haushaltsgeräte und Schuhe wurden teurer – der Index für sogenannte „Kernwaren“ (ohne Autos) stieg um 1,3 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit August 2023.

Ein Bericht mit besonderer Bedeutung

Bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt: Der September-Bericht ist die erste große Wirtschaftsstatistik seit dem Regierungsstillstand am 1. Oktober. Die Veröffentlichung war ursprünglich für den 15. Oktober vorgesehen, wurde jedoch nachgeholt, damit rechtzeitig die Anpassungen der Sozialversicherungsleistungen für 2026 berechnet werden können.

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