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Prügelei am Kinderpool: Kreuzfahrtschiff „Wonder of the Seas“ muss nach Streit umkehren

USA-Reiseblogger (CC0), Pixabay

Es sollte ein entspannter Kurzurlaub auf See werden – mit Sonnendeck, Infinity-Pool und karibischer Brise. Stattdessen endete die Reise für mehrere Passagiere der „Wonder of the Seas“ im Krankenhaus und mit Polizeieinsatz im Heimathafen Miami. Der Grund: Eine handfeste Schlägerei – ausgerechnet am Kinderbecken.

Die größte Kreuzfahrt der Woche wurde am Montag zum handfesten Desaster. Nach nur wenigen Stunden auf hoher See musste das 362 Meter lange Kreuzfahrtschiff der Reederei Royal Caribbean überraschend umdrehen – und wieder nach Miami zurückkehren. Grund war ein eskalierter Streit zwischen zwei erwachsenen Passagieren.

Ausgerechnet am Kinderbecken flogen die Fäuste

Wie die Reederei bestätigte, kam es am Montagnachmittag am Kinderpool zunächst zu einem verbalen Streit, der rasch in körperliche Gewalt ausartete. Zeugen berichteten von lautem Geschrei, Handgemengen – und schließlich zwei verletzten Männern, die sich gegenseitig krankenhausreif prügelten.

„Es war surreal“, schildert ein Augenzeuge auf der Plattform X. „Da planschen kleine Kinder, während zwei Erwachsene sich daneben fast die Köpfe einschlagen.“

Rückkehr nach Miami – Polizei und Rettungskräfte im Einsatz

Gegen 18.40 Uhr entschied sich der Kapitän, die Fahrt abzubrechen. Nur rund zwei Stunden nach dem Ablegen nahm die „Wonder of the Seas“ wieder Kurs auf Miami. Gegen 20.30 Uhr legte das Schiff im Port Miami an – dort warteten bereits mehrere Streifenwagen des Miami-Dade Sheriff’s Office sowie Rettungskräfte.

Die beiden verletzten Männer wurden medizinisch versorgt und anschließend ins Jackson Memorial Hospital eingeliefert. Laut Polizei lehnten beide jedoch eine gegenseitige Anzeige ab.

Ein Dutzend weitere Passagiere musste von Bord

Wie ein Sprecher von Royal Caribbean gegenüber dem Sender 7News bestätigte, seien auch weitere Passagiere involviert gewesen. Etwa ein Dutzend Reisende wurde ebenfalls vom Schiff begleitet – mutmaßlich als Zeugen oder Beteiligte des Streits.

Die genaue Ursache der Auseinandersetzung ist noch unklar. Ob Alkohol, Streit um Liegen oder persönliche Animositäten eine Rolle spielten, wird derzeit von den Behörden ermittelt.

Mögliche Konsequenzen für die „Streithähne“

Auch wenn keine Anzeigen erstattet wurden, drohen den Beteiligten dennoch Konsequenzen. Royal Caribbean prüft derzeit mögliche Sanktionen – darunter Geldstrafen oder ein Ausschluss von künftigen Reisen. Auch strafrechtliche Ermittlungen sind nicht ausgeschlossen.

Der Rest der Passagiere konnte aufatmen: Noch am Montagabend verließ das Schiff erneut den Hafen, um die fünftägige Tour in Richtung Bahamas fortzusetzen – diesmal hoffentlich ohne Zwischenfälle.

Keine Einzelfälle auf hoher See

Der Vorfall ist kein Einzelfall: Erst im August war es auf einem anderen Kreuzfahrtschiff, der „Sunshine“, ebenfalls in Miami, zu einer Massenprügelei gekommen – Auslöser damals: ein Streit um Hähnchenstreifen am Buffet.

Ob zu wenig Platz, zu viel Sonne oder zu viele Cocktails – die Kombination scheint bei manchen Passagieren explosiv zu wirken. Fest steht: Auch das größte Schiff der Welt schützt nicht vor dem kleinsten menschlichen Problem – schlechtem Benehmen.

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