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Super-Taifun „Ragasa“ rast auf Asien zu – Flüge gestrichen, Millionen in Alarmbereitschaft
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Super-Taifun „Ragasa“ rast auf Asien zu – Flüge gestrichen, Millionen in Alarmbereitschaft

MomokoMorita (CC0), Pixabay

Der 18. Taifun der aktuellen Pazifik-Saison hat es in sich: „Ragasa“ entwickelt sich nach Angaben chinesischer Meteorologen mit rasender Geschwindigkeit zu einem Super-Taifun der höchsten Kategorie – mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h. Erste Flugverbindungen sind bereits gestrichen, Behörden warnen vor einer möglichen Jahrhundert-Sturmflut.

Die taiwanesische Wetterbehörde rief am Sonntag die zweithöchste Warnstufe aus: Süd- und Osttaiwan sowie kleinere vorgelagerte Inseln müssten ab Montag mit heftigen Regenfällen, meterhohen Wellen und orkanartigen Böen rechnen. Besonders gefährdet: die dicht besiedelten Regionen rund um Taitung und Hualien.

Mehr als 23 Millionen Menschen betroffen

Der Tropensturm bewegte sich am Sonntagvormittag (Ortszeit) rund 770 Kilometer südwestlich von Taiwans Südspitze. Meteorologen rechnen damit, dass „Ragasa“ die Luzon-Straße zwischen den Philippinen und Taiwan durchqueren und dabei die taiwanesische Küste streifen wird – bevor er auf das chinesische Festland trifft.

Chinas zentrale Wetterbehörde warnt, dass der Taifun spätestens am Mittwoch auf die Küstenregion der Provinz Guangdong treffen könnte – inklusive der Millionenmetropolen Guangzhou, Shenzhen und Zhuhai. Auch Hongkong steht unter Hochspannung: Die dortige Wetterzentrale rechnet mit einem signifikanten Anstieg des Meeresspiegels, vergleichbar mit den verheerenden Taifunen „Hato“ (2017) und „Mangkhut“ (2018), bei denen Dutzende Menschen ums Leben kamen.

Fluggesellschaften reagieren – Umbuchungen und Streichungen

Als erste Maßnahme strichen mehrere Airlines Verbindungen von und nach Hongkong sowie zu taiwanesischen Flughäfen. Passagieren wird geraten, ihre Reisedaten zu prüfen. Umbuchungen und Stornierungen werden teils kostenlos angeboten.

Auch in den Philippinen bereiten sich Behörden auf extreme Wetterlagen vor – Evakuierungen aus Küstenregionen wurden vorsorglich eingeleitet. In einigen Provinzen wurde der Schulunterricht bereits für Montag und Dienstag ausgesetzt.

Gefahr durch Sturmflut und Erdrutsche

Besonders gefährlich wird „Ragasa“ durch seine potenzielle Sturmflutkraft. In Kombination mit dem erwarteten Starkregen besteht laut Hydrologen die Gefahr von massiven Überschwemmungen, Erdrutschen und Stromausfällen. Vor allem in Gebieten mit schwacher Infrastruktur oder Hanglage könnte es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.

Experten raten zur Vorsicht:

  • Vorräte (Wasser, Lebensmittel, Medikamente) anlegen

  • Mobilgeräte aufladen

  • Fenster und Türen sichern

  • Evakuierungspläne bereithalten

  • Offizielle Wetterwarnungen verfolgen

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