Ein alltäglicher Sommerabend in der Gelsenkirchener Innenstadt verwandelte sich am Mittwoch in ein Szenario des Schreckens. In der belebten Fußgängerzone hinter dem Hauptbahnhof eskalierte ein Streit zwischen mehreren Männern – mit dramatischen Folgen.
Gegen 19 Uhr gerieten nach Polizeiangaben mindestens drei Personen auf der Bochumer Straße in eine heftige Auseinandersetzung. Was zunächst mit lautstarken Wortgefechten begann, mündete plötzlich in rohe Gewalt: Einer der Beteiligten zog ein Messer und stach brutal auf seine Kontrahenten ein.
Opfer in Lebensgefahr
Ein Mann erlitt dabei mehrfach lebensgefährliche Stichverletzungen und verlor am Tatort so viel Blut, dass Sanitäter sofort einen Notarzt alarmierten. Noch in der Nacht wurde er in einer Klinik notoperiert. Auch ein zweites Opfer trug schwere Verletzungen davon und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Augenzeugen berichteten von panischen Szenen, in denen Passanten schreiend zur Seite sprangen, während die blutüberströmten Männer auf dem Boden lagen.
Großeinsatz der Polizei
Binnen Minuten war ein Großaufgebot von Polizei und Rettungsdiensten am Tatort. Die Beamten sperrten den Bereich in der Fußgängerzone weiträumig ab, die Spurensicherung dokumentierte Blutspuren und sicherte mögliche Beweise. Mindestens ein Tatverdächtiger konnte jedoch fliehen und blieb trotz intensiver Fahndung bis in die späten Abendstunden verschwunden. Auch die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, ist bislang nicht gefunden worden.
Mordkommission ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts
Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. Was der Hintergrund des Streits war, ist derzeit noch unklar. Ermittler befragen derzeit Zeugen, um Licht in die Vorgeschichte des blutigen Angriffs zu bringen.
Erschütterung bei Passanten
Viele Menschen, die zufällig in der City unterwegs waren, stehen unter Schock. „Plötzlich hörte man Schreie, dann sah man nur noch Blut auf dem Pflaster“, schilderte ein Anwohner gegenüber Reportern. Notfallseelsorger kümmerten sich noch vor Ort um Augenzeugen der brutalen Tat.