Bei einer Anti-Kriegs-Demonstration in Köln ist es am Samstagabend zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen. Die Veranstaltung des Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“, an der zeitweise rund 3.000 Menschen teilnahmen, wurde nach Polizeiangaben vorzeitig abgebrochen.
Die Situation eskalierte, als ein Teil der Demonstrierenden – teils vermummt – offenbar Rauchtöpfe zündete und sich von der angemeldeten Route entfernte. Die Polizei sprach von gezielten Angriffen auf Einsatzkräfte und setzte daraufhin Reizgas und Schlagstöcke ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Zwölf Polizeikräfte verletzt – unklare Zahl verletzter Demonstrierender
Laut einer ersten Bilanz wurden zwölf Polizeibeamte verletzt. Auch auf Seiten der Demonstrierenden habe es Verletzte gegeben, genaue Zahlen lagen bis zum späten Abend jedoch nicht vor.
Die Polizei kritisierte „massive Störungen“ durch eine gewaltbereite Gruppe innerhalb des Protestzugs, die sich bewusst von den friedlichen Teilnehmern abgesetzt habe. Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hatte zu der Demo unter anderem gegen deutsche Rüstungsexporte und die Militarisierung der Außenpolitik aufgerufen.
Ermittlungen eingeleitet
Mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei kündigte an, Videomaterial auszuwerten und Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz einzuleiten.
Die Veranstalter äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Beobachter sprechen von einem überwiegend friedlichen Verlauf zu Beginn – bis sich die Lage in der Innenstadt am Abend zuspitzte.