Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenkassen haben sich auf ein neues Vergütungsmodell für Hausarztpraxen geeinigt. Ab Januar erhalten Hausärztinnen und Hausärzte zusätzliche finanzielle Mittel, wenn sie bestimmte Leistungen ausbauen.
Mehr Leistungen – bessere Versorgung
Das Modell sieht vor, dass Hausärzte künftig mehr Geld erhalten, wenn sie etwa:
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zusätzliche Hausbesuche durchführen,
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mehr Behandlungen in der Praxis übernehmen,
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Sprechstunden am Mittwoch- und Freitagnachmittag anbieten.
Mit diesen Anreizen soll die Patientenversorgung verbessert und flexibler gestaltet werden – insbesondere zu Zeiten, in denen bisher nur eingeschränkte Sprechstunden verfügbar sind.
Freiwillige Teilnahme
Die Teilnahme an dem Modell ist freiwillig. Praxen können selbst entscheiden, ob sie die zusätzlichen Leistungen anbieten und die damit verbundenen finanziellen Vorteile nutzen wollen.
Hintergrund
Das neue Vergütungssystem ist eine Reaktion auf die seit Jahren wachsende Belastung der Hausarztpraxen. Vor allem auf dem Land und in strukturschwachen Regionen klagen Patienten häufig über zu lange Wartezeiten oder fehlende Hausbesuche. Mit dem Finanzierungsmodell sollen Hausärzte motiviert werden, ihre Angebote auszuweiten und gleichzeitig wirtschaftlich abgesichert zu sein.
Kassenvertreter und Ärzteorganisationen sehen darin einen Schritt, um die attraktive Gestaltung der hausärztlichen Versorgung sicherzustellen und die Versorgungslücken zu schließen.