Vor der italienischen Insel Ponza, zwischen Rom und Neapel, ist das Kreuzfahrtschiff „MSC World Europa“ wegen technischer Probleme in Seenot geraten. Nach Angaben der italienischen Küstenwache befinden sich insgesamt 8.585 Menschen an Bord – darunter knapp 6.500 Passagiere sowie mehr als 2.000 Crewmitglieder.
Lage an Bord
Die Reederei und die Küstenwache erklärten, die Situation sei derzeit stabil. Das Problem betrifft die Motorenanlage des Schiffes. Zwar musste die Fahrt unterbrochen werden, jedoch seien Wetter und Seegang günstig, sodass keine unmittelbare Gefahr für die Passagiere bestehe. Die Stromversorgung an Bord wird derzeit über Notstromgeneratoren sichergestellt, sodass Licht, Klimaanlagen und medizinische Versorgung funktionsfähig bleiben.
Einsatz der Behörden
Mehrere Einheiten der Küstenwache haben Kurs auf das Schiff genommen, um im Ernstfall Evakuierungsmaßnahmen einzuleiten. Bislang sei dies jedoch nicht erforderlich, betonen die Behörden. Das Schiff halte seine Position vor Ponza, während Ingenieure an Bord versuchen, die Motorenprobleme zu beheben.
Geplante Route
Die „MSC World Europa“, eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, war auf dem Weg nach Neapel, als die technischen Schwierigkeiten gemeldet wurden. Das Schiff verfügt über eine Kapazität von rund 6.800 Passagieren und ist erst seit 2022 in Betrieb.
Erfahrungen mit Kreuzfahrtschiffen in Not
Vor allem in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Vorfälle, bei denen Kreuzfahrtschiffe wegen technischer Defekte, Bränden oder widriger Wetterbedingungen gestoppt werden mussten. Aufgrund der hohen Zahl an Passagieren sind solche Notfälle stets eine logistische Herausforderung – selbst dann, wenn keine unmittelbare Gefahr besteht.
Ausblick
Ob die „MSC World Europa“ ihre Fahrt nach Neapel fortsetzen kann oder in einen anderen Hafen geschleppt werden muss, ist derzeit unklar. Die Küstenwache will ihre Präsenz in der Region aufrechterhalten, bis die technische Störung vollständig behoben ist. Für die Passagiere bedeutet der Vorfall vorerst Ungewissheit, jedoch versichern die Behörden: „Die Sicherheit der Menschen an Bord hat oberste Priorität.“