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Herausfordernde Marktbedingungen: Defensive Strategie und Umstrukturierung prägen das Ergebnis des grundbesitz global

geralt (CC0), Pixabay

Der Immobilienfonds grundbesitz global blickt auf ein Jahr, das stark von steigenden Zinsen, rückläufigen Immobilienbewertungen und einer allgemein verhaltenen Kapitalmarktstimmung geprägt war.

Negatives Jahresergebnis, aber solide Fundamentaldaten
Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte die Anteilklasse RC eine Wertentwicklung von -2,5 %, die Anteilklasse IC -2,1 % (jeweils nach BVI-Methode). Dies reflektiert vor allem die weiter anhaltenden Verkehrswertabschreibungen im Bestand, einen gedämpften globalen Investmentmarkt sowie erhöhte Fremdkapitalkosten.

Positiv hervorzuheben ist die weiterhin hohe Vermietungsquote von 88,2 %, die über den gesamten Berichtszeitraum stabil blieb. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bleiben die operativen Mieterträge mit einem Bruttoertrag von 6,7 % auf einem soliden Niveau.

Portfolio-Umschichtungen zur Liquiditätsstärkung
Das Fondsmanagement hat konsequent auf die anhaltende Mittelabflüsse reagiert. So wurden im Berichtszeitraum sieben Immobilien mit einem Gesamtvolumen von rund 360 Mio. EUR verkauft, um die Liquiditätsquote zu erhöhen und Rückgaben bedienen zu können. Besonders markant war die Reduzierung des Büroimmobilienanteils von 36,0 % auf 31,1 %, was dem globalen Trend der Zurückhaltung gegenüber Büroflächen entspricht.

Parallel dazu wurde der Wohnimmobilienanteil auf 22,7 % erhöht. Der geografische Schwerpunkt verschob sich deutlich nach Europa (Anteil stieg auf 73,1 %, Vorjahr 66,7 %), was die stärkere Fokussierung auf stabilere europäische Märkte zeigt.

Hoher Mittelabfluss und sinkendes Fondsvolumen
Die Nettomittelabflüsse beliefen sich auf -689 Mio. EUR, wodurch sich das Fondsvermögen von 3,79 Mrd. EUR auf 2,97 Mrd. EUR reduzierte. Dies reflektiert die gestiegene Attraktivität von zinstragenden Alternativen, die viele Investoren veranlasste, Fondsanteile zurückzugeben.

Fremdkapitalquote noch im Rahmen
Die Fremdkapitalquote liegt mit 22,7 % weiterhin unterhalb des gesetzlich zulässigen Rahmens (30 %). Jedoch stieg sie im Vergleich zum Vorjahr (18,7 %), was auf gestiegene Verschuldung in Fremdwährungen und eine Verkleinerung des Immobilienbestandes zurückzuführen ist.

Ausblick aus Anlegersicht
Kurzfristig bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll: Zinsentwicklungen, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Marktveränderungen (z. B. Hybrid Work) belasten die Bürosegmente weiterhin. Langfristig jedoch könnte die defensive Positionierung — insbesondere durch den hohen Wohn- und Logistikanteil — sowie die Qualitätsausrichtung (Prime-Lagen, Nachhaltigkeitszertifikate) eine solide Basis für eine Erholung bilden.

Für langfristig orientierte Anleger könnte sich ein Wiedereinstieg nach Abschluss der laufenden Korrekturphase lohnen, wenngleich kurzfristig keine positiven Impulse zu erwarten sind. Der Fonds bleibt ein Instrument für Investoren mit Fokus auf kontinuierliche Ausschüttungen und Diversifikation über Regionen und Nutzungsarten hinweg.

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