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Wertewerk Jahresbericht 2024/2025: Solide Performance mit Fokus auf Flexibilität und Ausschüttungen

geralt (CC0), Pixabay

Der aktuelle Jahresbericht des Wertewerk-Fonds für das Geschäftsjahr bis 31. März 2025 zeigt eine insgesamt positive Entwicklung mit einer Wertsteigerung von 7,11 %. Dies ist vor dem Hintergrund globaler Krisen, geopolitischer Spannungen und anhaltender Inflation als solide einzustufen.

Anlagestrategie und Schwerpunkte:
Der Fonds verfolgt ein flexibles, global ausgerichtetes Konzept ohne feste Länder- oder Branchenlimits. Investiert wird breit in Aktien (ca. 31 %), Anleihen, ETFs und Bankguthaben. Daneben werden Optionen (Prämienstrategie) zur Ertragssteigerung sowie zur Absicherung eingesetzt. Auffällig ist die zunehmende Gewichtung von ausschüttenden ETF-Bausteinen und Qualitätsaktien, was den Schwerpunkt auf regelmäßige Ausschüttungen unterstreicht.

Vermögensstruktur:
Zum Bilanzstichtag beträgt das Fondsvermögen 18,08 Mio. EUR. Auffällig ist der hohe Anteil an Investmentanteilen (ca. 47 %) sowie Aktien (ca. 31 %). Bankguthaben machen knapp 15 % aus, was eine gewisse Liquiditätssicherung bietet. Das Engagement in Gold-ETCs (ca. 5,5 %) dient als Schutz gegen systemische Risiken.

Ertragslage:
Das Jahresergebnis liegt bei 1,13 Mio. EUR, was u. a. durch realisierte Kursgewinne (ca. 1,44 Mio. EUR) begünstigt wurde. Demgegenüber stehen auch realisierte Verluste (ca. 0,58 Mio. EUR), die jedoch kompensiert werden konnten. Auffällig ist der negative ordentliche Nettoertrag (−43.000 EUR), bedingt durch vergleichsweise hohe Verwaltungs- und Performancegebühren (insgesamt rund 1,38 % TER und 0,75 % Performance Fee).

Ausschüttungspolitik:
Die Ausschüttung je Anteil beträgt 1,68 EUR, insgesamt etwa 298.000 EUR, was den Anspruch auf regelmäßige Auszahlungen bestätigt. Gleichzeitig werden Gewinne zur Wiederanlage verwendet (963.000 EUR), was langfristig wertsteigernd wirkt.

Risikobetrachtung:
Die wesentlichen Risiken liegen in Marktpreis-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Durch die breite Streuung, die globale Ausrichtung und den Einsatz von Derivaten werden diese jedoch aktiv gesteuert. Die Fondsleitung betont, dass hohe Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen, Inflationsrisiken und die restriktive Geldpolitik bestehen bleiben.

Nachhaltigkeit:
Nach Artikel 6 der EU-Offenlegungsverordnung wird Nachhaltigkeit nicht explizit berücksichtigt. Für Anleger mit Fokus auf ESG könnte dies ein relevanter Punkt sein.

Kosten:
Die Gesamtkostenquote (TER) von 1,38 % plus Performancegebühr ist für flexible, aktiv gemanagte Fonds durchaus marktüblich, sollte jedoch im Verhältnis zur erzielten Rendite betrachtet werden.

Fazit für Anleger:
Der Wertewerk-Fonds bietet eine ausgewogene Mischung aus Ertragsorientierung und Wachstum mit globaler Diversifikation. Die moderate Wertsteigerung, stabile Ausschüttungen und der strategische Goldanteil machen ihn für langfristig orientierte Anleger interessant, die Wert auf Ausschüttungen legen und Marktvolatilität akzeptieren. Die Kostenstruktur ist zu beachten, wird jedoch durch die solide Performance unterstützt. Nachhaltigkeitsaspekte stehen nicht im Fokus und sollten gegebenenfalls bei der Anlageentscheidung berücksichtigt werden.

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