Der am 9. September 2026 veröffentlichte Jahresabschluss gibt Einblick in die Entwicklung der kleinen Beteiligungsgesellschaft. Die Bilanzsumme erhöhte sich innerhalb eines Jahres deutlich: von 5.739,38 Euro Ende 2024 auf 17.735,84 Euro zum 31. Dezember 2025.
Ein wesentlicher Grund dafür findet sich auf der Aktivseite. Die Finanzanlagen stiegen von lediglich 1 Euro auf 15.000 Euro. Nach den Angaben im Anhang handelt es sich bei den Finanzanlagen um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden.
Aus Verlust wird Jahresüberschuss
Besonders auffällig ist die Ergebnisentwicklung. Für 2024 hatte die Gesellschaft noch einen Jahresfehlbetrag von 2.250,04 Euro ausgewiesen.
2025 gelang die Wende: Unter dem Strich steht nun ein Jahresüberschuss von 2.392,63 Euro.
Damit verbesserte sich das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um rund 4.643 Euro.
Allerdings sind die Verluste der Vergangenheit noch nicht vollständig aufgeholt. Der ausgewiesene Verlustvortrag beläuft sich zum Jahresende auf 21.105,79 Euro.
Eigenkapital steigt kräftig
Deutlich verändert hat sich auch das Eigenkapital. Ende 2024 waren lediglich 3.894,21 Euro ausgewiesen. Ein Jahr später sind es 16.286,84 Euro.
Neben dem Jahresgewinn trägt dazu eine Kapitalrücklage von 10.000 Euro bei. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 25.000 Euro.
Damit ist die Eigenkapitalausstattung auf Basis der vorgelegten Bilanz erheblich stärker als ein Jahr zuvor.
Kaum Verbindlichkeiten
Bemerkenswert niedrig fallen die ausgewiesenen Schulden aus. Zum Bilanzstichtag bestanden lediglich 75,95 Euro Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben laut Anhang eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.
Hinzu kommen Rückstellungen von 1.373,05 Euro. Im Vorjahr hatten diese noch 1.845,17 Euro betragen.
Die liquiden Mittel gingen dagegen zurück. Bank- und Kassenbestände beliefen sich Ende 2025 auf 2.735,84 Euro, nachdem ein Jahr zuvor 5.738,38 Euro ausgewiesen worden waren. Der Rückgang steht einem deutlichen Aufbau der Finanzanlagen gegenüber.
Gesellschaft gehört zum wpd-Konzern
Die Windpark Keula Erweiterung Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Bremen und wird beim Amtsgericht Bremen unter HRB 34045 HB geführt.
Nach den Angaben im Jahresabschluss ist die Gesellschaft in den Konzernabschluss der wpd GmbH in Bremen einbezogen.
Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Dr. Gernot Blanke. Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet und am 20. April 2026 festgestellt.
Kleine Gesellschaft mit deutlich veränderter Bilanz
Bei der Einordnung der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass es sich um eine Beteiligungsgesellschaft mit einer sehr kleinen Bilanzsumme handelt. Große operative Umsätze oder ein umfangreiches Windparkgeschäft lassen sich aus diesem veröffentlichten Abschluss nicht ableiten.
Dennoch zeigt der Jahresvergleich eine klare Veränderung: Die Finanzanlagen wurden auf 15.000 Euro ausgebaut, das Eigenkapital erhöhte sich auf gut 16.000 Euro und aus dem Vorjahresverlust wurde 2025 ein Gewinn.
Der Verlustvortrag von mehr als 21.000 Euro erinnert allerdings daran, dass die Gesellschaft aus früheren Geschäftsjahren noch eine Verlusthistorie in der Bilanz trägt.