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Schüsse auf Linienbus in Hamburg: Frau sucht Schutz beim Fahrer – Scheiben gehen zu Bruch

Fleimax (CC0), Pixabay

Dramatische Szenen am Freitagabend in Hamburg-Neuwiedenthal: Eine Frau soll nach einer vorausgegangenen Auseinandersetzung Schutz in einem Linienbus gesucht haben. Kurz darauf waren schussähnliche Geräusche zu hören, Scheiben des Busses wurden beschädigt. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.

Der Vorfall ereignete sich gegen 20.55 Uhr und beschäftigt inzwischen die Hamburger Polizei. Die genauen Hintergründe und insbesondere die Frage, wodurch die Schäden am Bus verursacht wurden, sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Frau bittet Busfahrer um Schutz

Nach bisherigen Medienberichten befand sich der Fahrer eines Busses der Linie 251 gerade in einer Pause, als eine Frau auf ihn zukam und um Schutz bat.

Der Fahrer soll die Frau daraufhin unverzüglich in den Bus gelassen haben.

Zuvor soll es in der Umgebung eine verbale Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gegeben haben. Welche Rolle die Frau dabei spielte und vor wem sie konkret Schutz suchte, ist bislang nicht abschließend bekannt.

Kurz darauf gehen Scheiben des Busses zu Bruch

Nachdem sich die Frau in den Bus begeben hatte, sollen zwei laute Geräusche zu hören gewesen sein. Mehrere Medien berichten von Schüssen.

Die Polizei selbst formuliert bislang zurückhaltender und spricht von „schussähnlichen Geräuschen“.

Fest steht nach den vorliegenden Angaben, dass Scheiben des Linienbusses beschädigt beziehungsweise zerstört wurden. Trotz der gefährlichen Situation wurde niemand verletzt.

Ob tatsächlich mit einer Schusswaffe auf den Bus geschossen wurde und gegebenenfalls welche Waffe zum Einsatz kam, muss durch die kriminaltechnische Untersuchung geklärt werden. Solange dies nicht zweifelsfrei festgestellt ist, wäre es juristisch verfrüht, von einem nachgewiesenen Schusswaffeneinsatz zu sprechen.

Polizei sichert die ganze Nacht Spuren

Nach dem Vorfall rückte die Hamburger Polizei mit mehreren Streifenwagen an. Der Bereich wurde untersucht und umfangreich nach Spuren gesucht.

Die Spurensicherung dauerte den Angaben zufolge bis in die Nacht. Auch ein Hundeführer mit Spürhund wurde eingesetzt.

Die Ermittler dürften nun insbesondere die Schäden an den Scheiben untersuchen. Daraus könnten sich Hinweise darauf ergeben, ob sie tatsächlich durch Projektile verursacht wurden. Auch mögliche Geschosse oder Hülsen sowie Zeugenaussagen können für die Rekonstruktion des Geschehens von Bedeutung sein.

Noch keine Angaben zu einem Tatverdächtigen

Ob die Polizei bereits einen Tatverdächtigen identifizieren konnte, war zunächst nicht bekannt. Auch zu einem möglichen Motiv liegen bislang keine gesicherten Angaben vor.

Ebenso ist offen, ob die vorausgegangene Auseinandersetzung unmittelbar mit den mutmaßlichen Schüssen auf den Bus zusammenhing und gegen wen sich ein möglicher Angriff richtete.

Dass die Frau unmittelbar zuvor Schutz im Bus gesucht haben soll, legt zwar einen Zusammenhang nahe. Dieser muss jedoch von den Ermittlungsbehörden erst geklärt werden.

Ermittlungen müssen tatsächlichen Schusswaffeneinsatz klären

Für die strafrechtliche Bewertung ist entscheidend, was sich tatsächlich abgespielt hat. Sollte sich bestätigen, dass gezielt mit einer Schusswaffe auf einen besetzten beziehungsweise von Personen genutzten Linienbus geschossen wurde, kämen abhängig von Vorsatz, Zielrichtung und konkreter Gefährdung verschiedene erhebliche Straftatbestände in Betracht.

Welche strafrechtliche Einordnung letztlich zutrifft, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht seriös feststellen.

Bislang gesichert ist lediglich: Eine Frau suchte nach Medienberichten Schutz bei einem Busfahrer, anschließend wurden schussähnliche Geräusche wahrgenommen und Scheiben des Busses beschädigt. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Die Hamburger Polizei ermittelt zu den Hintergründen und sucht nach Spuren, die Aufschluss über den Ablauf und mögliche Verantwortliche geben können.

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