Die Partyhochburg Playa de Palma, legendär unter deutschen Touristen als „Ballermann“, soll ein neues Gesicht bekommen – und das für bis zu 300 Millionen Euro. Palmas Bürgermeister Jaime Martinez stellte nun ein ehrgeiziges Umbauprojekt vor, das in den kommenden zehn Jahren aus dem Stadtsäckel finanziert werden soll.
Aus dem Sauftempel wird ein „lebenswerter Ort“
Das erklärte Ziel: Die Playa soll „lebenswerter“ werden. Was genau das heißt, bleibt bislang vage – Martinez sprach von einem 35-Punkte-Plan, der allerdings in vielen Punkten noch wenig konkret ist. Klar ist: Der Ballermann soll nicht mehr nur als Party-Exzess-Zone wahrgenommen werden, sondern ein Ort mit mehr Qualität und Vielfalt für Einheimische und Touristen sein.
Groß denken, langsam handeln
Die Stadt plant offenbar umfangreiche bauliche Maßnahmen, bessere Infrastruktur, mehr Grünflächen, barrierefreie Zugänge und möglicherweise neue Regeln für den Tourismus. Ob auch die berüchtigte Eimersauf-Kultur zurückgedrängt oder kanalisiert werden soll, ließ Martinez offen.
Finanzierung durch die Stadt – aber Kritik bleibt
Das ambitionierte Projekt soll komplett von der Stadt Palma finanziert werden. Das sorgt bereits für kritische Stimmen, vor allem angesichts anderer kommunaler Herausforderungen wie Wohnraummangel oder überlasteter Müllentsorgung.
Fazit:
Mallorca möchte das Image der Playa de Palma vom reinen Feiermekka zur modernen Tourismuszone wandeln – aber der Weg dahin wird lang, teuer und politisch umkämpft. Ob sich der Ballermann wirklich zähmen lässt, bleibt offen. Eines ist jedoch klar: Die Insel will zeigen, dass sie mehr kann als Sangria-Eimer und Schlagermarathon.