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Ungewöhnliche Spende: Verurteilter Straftäter schenkt Justizministerium 468 Bitcoins

Bellahu123 (CC0), Pixabay

Ein verurteilter Krimineller hat dem tschechischen Justizministerium ein spektakuläres – und hochprofitables – Geschenk gemacht: Insgesamt 468,468 Bitcoin überließ der Mann der Behörde freiwillig, wie ein Ministeriumssprecher in Prag bestätigte. Die Kryptowährung wurde inzwischen versteigert und brachte einen Erlös von fast 40 Millionen Euro ein.

Das Geld soll laut Justizministerium einem guten Zweck zugutekommen – unter anderem Programmen zur Unterstützung von Opfern von Kriminalität.

Hinter der großzügigen Spende steckt kein Wohltäter im klassischen Sinn: Der Mann war zuvor wegen des Betriebs eines illegalen Darknet-Marktplatzes für Drogen und verschreibungspflichtige Medikamente verurteilt worden. Warum er sich zu der ungewöhnlichen Übergabe entschloss, ist nicht öffentlich bekannt. Möglich ist, dass er damit Strafmilderung oder zumindest ein positiveres Bild in der Öffentlichkeit anstrebt.

Symbolisches Signal

In jedem Fall sendet der Fall ein starkes Signal: Illegales Vermögen kann – einmal sichergestellt oder freiwillig überlassen – durchaus einen gesellschaftlichen Nutzen entfalten. „Ein bemerkenswerter Fall von krimineller Energie, die auf Umwegen Gutes bewirken könnte“, kommentierte ein tschechischer Justizexperte den Vorgang.

Es ist das erste Mal in Tschechien, dass ein verurteilter Straftäter eine so hohe Summe in Kryptowährung freiwillig dem Staat übergibt. Auch international ist ein derartiger Fall höchst selten.

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