Der Fonds W&W SachInvest hat im Geschäftsjahr 2025/2026 eine außerordentlich starke Entwicklung gezeigt und erzielte eine Jahresrendite von 22,48 %. Damit wurde sowohl die Inflation deutlich übertroffen als auch ein Ergebnis erzielt, das über den langfristigen Erwartungen eines defensiven Sachwertefonds liegt.
Zusammenfassung aus Anlegersicht
Der Fonds verfolgt eine breit diversifizierte Sachwertstrategie mit Investitionen in:
Immobilienaktien und REITs
Edelmetalle (Gold, Silber, Platin)
Inflationsgeschützte Anleihen
Pfandbriefe
Globale Aktien-ETFs
Diese Mischung soll Vermögen langfristig gegen Inflation schützen und gleichzeitig attraktive Renditen ermöglichen.
Positive Aspekte
1. Hervorragende Wertentwicklung
Die Jahresperformance von 22,48 % gehört für einen Mischfonds mit Sachwertfokus zu den Spitzenwerten.
Der Anteilwert stieg von:
62,49 € (2024/2025)
auf 75,13 € (2025/2026)
Dies entspricht einem deutlichen Vermögenszuwachs für die Anleger.
2. Erfolgreiche Sachwertstrategie
Besonders profitiert hat der Fonds von:
steigenden Edelmetallpreisen,
der Erholung vieler Immobilienwerte,
globalen Aktienmärkten,
inflationsgeschützten Anleihen.
Die Edelmetallquote von rund 10 % wirkte als Rendite- und Stabilitätsbaustein. Gold und Silber entwickelten sich im Berichtszeitraum besonders positiv.
3. Gute Diversifikation
Das Fondsvermögen verteilt sich auf zahlreiche Anlageklassen:
Anlageklasse Anteil
Investmentfonds 84,2 %
Edelmetall-ETCs 9,9 %
Aktien/REITs 2,3 %
Liquidität 8,2 %
Dadurch wird das Risiko einzelner Märkte reduziert.
4. Sehr geringe Kredit- und Zinsrisiken
Die Risikokennzahlen fallen erfreulich niedrig aus:
Adressenausfallrisiko: 0,13 %
Zinsrisiko (VaR): 0,02 %
Liquiditätsquote: 90,05 %
Dies spricht für eine solide und konservative Steuerung der Rentenanlagen.
5. Professionelles Währungsmanagement
Da viele Anlagen in US-Dollar notieren, werden Währungsrisiken überwiegend abgesichert. Dadurch werden Wechselkursschwankungen reduziert und die Rendite stabilisiert.
Kritische Punkte
1. Erhöhtes Aktienmarktrisiko
Das größte Risiko des Fonds bleibt das Aktiensegment.
Der ausgewiesene Aktien-Value-at-Risk beträgt 6,38 % und liegt damit bereits in der höchsten Risikokategorie der Gesellschaft.
Dies ist insbesondere auf:
globale Aktieninvestments,
REITs,
thematische ETFs (Robotik, Nachhaltigkeit)
zurückzuführen.
2. Hohe Abhängigkeit von Marktwertsteigerungen
Der Großteil des Jahresergebnisses stammt aus realisierten Kursgewinnen:
Realisierte Gewinne: 6,09 Mio. €
Realisierte Verluste: 0,38 Mio. €
Netto-Veräußerungsgewinn: 5,72 Mio. €
Die laufenden Erträge allein reichen nicht aus:
Ordentlicher Nettoertrag: -150.696 €
Der Fonds ist daher stärker auf steigende Märkte angewiesen als klassische Ausschüttungsfonds.
3. Kreditaufnahme
Zum Bilanzstichtag bestand eine Kreditaufnahme von rund 1,47 Mio. €, was knapp 5 % des Fondsvermögens entspricht. Zwar ist dies nicht außergewöhnlich hoch, erhöht aber grundsätzlich die Hebelwirkung des Portfolios.
4. Kosten
Die Gesamtkostenquote beträgt 1,42 % p.a..
Für einen aktiv gemanagten Multi-Asset-Fonds ist dies akzeptabel, liegt jedoch deutlich über den Kosten reiner ETF-Portfolios.
Entwicklung des Fondsvermögens
Geschäftsjahr Fondsvermögen
2023/2024 20,48 Mio. €
2024/2025 22,90 Mio. €
2025/2026 29,51 Mio. €
Das Fondsvolumen ist innerhalb eines Jahres um rund 29 % gestiegen. Dies resultierte sowohl aus Mittelzuflüssen als auch aus der starken Performance.
Bewertung für verschiedene Anlegertypen
Geeignet für:
✔ Anleger mit Inflationsschutzbedarf
✔ Langfristige Vermögensbildung
✔ Sachwertorientierte Portfolios
✔ Anleger, die Gold, Immobilien und Aktien kombiniert halten möchten
Weniger geeignet für:
✖ Sehr sicherheitsorientierte Anleger
✖ Anleger mit Fokus auf regelmäßige Ausschüttungen
✖ Kurzfristige Investoren
Fazit
Der W&W SachInvest hat im Geschäftsjahr 2025/2026 eindrucksvoll bewiesen, dass eine breit diversifizierte Sachwertstrategie in einem günstigen Marktumfeld erhebliche Mehrwerte schaffen kann. Die Kombination aus Edelmetallen, globalen Aktien, REITs und inflationsgeschützten Anleihen führte zu einer außergewöhnlich hohen Rendite von 22,48 %.
Aus Anlegersicht überzeugt insbesondere die breite Diversifikation, das professionelle Risikomanagement und die erfolgreiche Umsetzung der Sachwertstrategie. Kritisch zu beachten sind jedoch das erhöhte Aktienmarktrisiko, die Abhängigkeit von Kurssteigerungen sowie die im Vergleich zu ETF-Lösungen höheren Kosten.