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Deka-ESG StrategieInvest 2025/2026: Solide Rendite durch defensiven ESG-Ansatz – aber hohe Kosten bremsen das Potenzial
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Deka-ESG StrategieInvest 2025/2026: Solide Rendite durch defensiven ESG-Ansatz – aber hohe Kosten bremsen das Potenzial

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht des Deka-ESG StrategieInvest zeigt aus Anlegersicht ein insgesamt positives Bild. Der Fonds konnte im Geschäftsjahr 2025/2026 trotz zwischenzeitlicher Marktverwerfungen eine überzeugende Wertentwicklung erzielen und gleichzeitig sein Risikoprofil konsequent niedrig halten. Allerdings fällt auf, dass die vergleichsweise hohen laufenden Kosten die Nettorendite spürbar belasten.

Investmentstrategie: Sicherheit vor maximaler Rendite

Der Fonds verfolgt einen aktiven ESG-orientierten Low-Risk-Ansatz. Ziel ist nicht die maximale Rendite gegenüber dem Gesamtmarkt, sondern ein attraktives Verhältnis von Rendite und Risiko. Dazu investiert das Management gezielt in Unternehmen mit historisch geringeren Kursschwankungen und reduziert in turbulenten Marktphasen die Aktienquote. Zusätzlich werden ESG-Kriterien konsequent berücksichtigt. Unternehmen mit kontroversen Geschäftspraktiken oder Waffenproduktion werden ausgeschlossen.

Für konservative Anleger, die Wert auf Nachhaltigkeit und geringere Schwankungen legen, ist dieser Ansatz grundsätzlich nachvollziehbar.

Wertentwicklung überzeugt

Die Anteilklasse CF erzielte im Berichtsjahr eine Rendite von 8,0 %, die Anteilklasse TF 7,3 %. Besonders bemerkenswert ist die langfristige Entwicklung:

Zeitraum CF TF
1 Jahr 8,0 % 7,3 %
3 Jahre p.a. 9,8 % 9,0 %
5 Jahre p.a. 7,8 % 7,0 %

Damit konnte der Fonds langfristig solide Ergebnisse liefern, insbesondere für einen defensiven ESG-Fonds.

Portfolio: Qualität statt KI-Hype

Besonders interessant ist die Zusammensetzung des Portfolios. Während viele Fonds stark auf die großen KI-Gewinner wie Nvidia oder Amazon setzen, verfolgt Deka bewusst einen anderen Weg. Unternehmen wie Apple, Nvidia und Amazon wurden gemieden. Stattdessen dominieren defensive Branchen:

Versicherungen
Gesundheitswesen
Telekommunikation
Versorger
Basiskonsumgüter

Zu den bevorzugten Positionen gehören beispielsweise:

Swisscom
DNB Bank
Royal KPN
Allianz
Novartis

Diese Ausrichtung sorgt für geringere Schwankungen, kann aber in starken Technologie-Haussephasen zu einer Unterperformance gegenüber breiten Aktienindizes führen.

Globale Diversifikation als Stärke

Das Fondsvermögen von knapp 989 Mio. Euro ist breit gestreut:

USA: 41,6 %
Schweiz: 7,3 %
Kanada: 7,3 %
Japan: 6,0 %
Deutschland: 4,5 %

Insgesamt sind rund 89 % des Vermögens direkt in Aktien investiert. Die breite internationale Streuung reduziert Klumpenrisiken erheblich.

Risikomanagement funktioniert

Positiv hervorzuheben ist das aktive Risikomanagement. Während der durch die US-Zollankündigungen ausgelösten Marktturbulenzen Anfang April wurde die Investitionsquote reduziert. Zum Stichtag lag die Aktienquote inklusive Futures wieder bei nahezu 100 %. Dieses flexible Vorgehen entspricht dem Fondskonzept und dürfte in Krisenzeiten größere Verluste begrenzen.

Kritischer Punkt: Hohe Kosten

Der größte Kritikpunkt aus Anlegersicht sind die Gebühren:

Anteilklasse Verwaltungsvergütung
CF 1,36 % p.a.
TF 2,08 % p.a.

Insbesondere die TF-Klasse erscheint kostenintensiv. In Zeiten günstiger ETFs mit Kosten von häufig unter 0,3 % müssen aktive Fonds einen deutlichen Mehrwert liefern, um diese Gebühren zu rechtfertigen.

Fazit für Anleger

Der Deka-ESG StrategieInvest präsentiert sich als gut diversifizierter, defensiv ausgerichteter ESG-Aktienfonds mit überzeugender langfristiger Performance. Das Management setzt konsequent auf Qualitätsunternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen und vermeidet überhitzte Marktsegmente.

Positiv:

Solide Langfristperformance
Nachhaltige ESG-Strategie
Breite internationale Diversifikation
Aktives Risikomanagement
Geringere Schwankungsanfälligkeit als klassische Aktienfonds

Negativ:

Hohe laufende Kosten
Verzicht auf große Wachstumswerte kann in Haussephasen Rendite kosten
Aktiver Ansatz muss dauerhaft Mehrwert gegenüber günstigen ETFs beweisen

Gesamturteil

Für sicherheitsorientierte Anleger mit ESG-Fokus ist der Fonds eine interessante Lösung. Renditeorientierte Anleger, die maximale Marktrenditen anstreben und Kosten minimieren möchten, dürften mit breit gestreuten ESG-ETFs langfristig oft besser fahren.

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