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PSM Macro Strategy 2025: Solide Rendite bei defensiver Ausrichtung, aber hohe Kosten und Mittelabflüsse belasten

geralt (CC0), Pixabay

Der Fonds erzielte 2025 eine Performance von 4,19 % und entwickelte sich damit positiv, obwohl er laut Bericht bewusst defensiv positioniert war. Aus Anlegersicht ist hervorzuheben, dass diese Rendite mit einer vergleichsweise niedrigen Aktienquote und hohem Liquiditäts- bzw. Kurzläuferanteil erreicht wurde. Rund 23,6 % Bankguthaben und ein großer Anteil kurzlaufender Euro-Staatsanleihe-ETFs zeigen eine vorsichtige Strategie mit Fokus auf Kapitalerhalt.

Positiv ist die sehr hohe Liquidität des Portfolios: Laut Risikobericht könnten rund 98 % des Fondsvermögens innerhalb von sieben Tagen marktschonend liquidiert werden. Auch das geprüfte Testat ohne Einschränkungen stärkt das Vertrauen in die Rechnungslegung. Das Kontrahentenrisiko erscheint gering, da zum Stichtag keine OTC-Positionen bestanden.

Kritisch zu sehen sind jedoch die hohen laufenden Kosten. Die TER liegt bei 2,08 %, was für einen defensiv ausgerichteten Fonds mit hohem Anleihe-, ETF- und Cash-Anteil anspruchsvoll ist. Zudem weist die Portfolio Turnover Rate von 157 % auf eine hohe Umschlagshäufigkeit hin, was durch Transaktionskosten von rund 68.552 EUR zusätzlich belastet. Die ordentlichen Erträge reichten nicht aus, um die laufenden Aufwendungen zu decken; das ordentliche Nettoergebnis war mit -31.719 EUR negativ.
Ein weiterer Schwachpunkt sind die deutlichen Mittelabflüsse. Das Fondsvermögen sank von 12,63 Mio. EUR auf 11,98 Mio. EUR, obwohl das Jahresergebnis positiv war. Netto flossen rund 1,19 Mio. EUR ab. Das kann auf nachlassendes Anlegerinteresse oder Umschichtungen hindeuten.

Die Vermögensstruktur zeigt ein konservatives Grundgerüst, enthält aber auch spekulativere Einzelpositionen, insbesondere kleinere Biotech- und Pharmawerte wie MacroGenics, Evaxion und Vanda Pharmaceuticals. Diese können Chancen bieten, erhöhen aber das Einzeltitelrisiko.

Insgesamt eignet sich der Fonds eher für Anleger, die eine vorsichtige, aktiv gesteuerte Makrostrategie mit hoher Liquidität suchen und bereit sind, dafür relativ hohe Kosten zu akzeptieren. Für kostenbewusste Anleger ist das Verhältnis aus Rendite, TER und Aktivität jedoch kritisch zu prüfen. Die Strategie für 2026 bleibt defensiv und chancenorientiert, setzt aber weiterhin stark auf taktisches Management statt auf eine klare langfristige Investitionsquote.

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