Ein massiver Wintersturm nimmt derzeit im Südwesten der USA Gestalt an und könnte sich zu einem der schwersten Wetterereignisse der vergangenen Jahre entwickeln. Meteorologen warnen vor einer gefährlichen Mischung aus starkem Schneefall, gefrierendem Regen und extrem niedrigen Temperaturen, die sich in den kommenden Tagen von New Mexico bis nach Neuengland ausbreiten wird. Mehr als 130 Millionen Menschen stehen bereits unter Wetterwarnungen – Tendenz steigend.
Nach Angaben des National Weather Service wurden in über zwei Dutzend Bundesstaaten Warnungen wegen Schnee, Eisregen und klirrender Kälte ausgesprochen. Zusätzlich gelten für rund 106 Millionen Menschen Kältewarnungen, die sich vom Südwesten über den Süden bis in den Mittleren Atlantik und den Nordosten erstrecken. AccuWeather-Meteorologe Bob Larson sprach von einem „großen und potenziell historischen Sturm mit erheblichen Auswirkungen auf ein riesiges Gebiet“.
Mehrere Bundesstaaten, darunter Georgia, North Carolina und Virginia, haben vorsorglich den Notstand ausgerufen. Behörden bereiten sich auf mögliche Stromausfälle, Verkehrschaos und gefährliche Straßenverhältnisse vor. Besonders kritisch ist die Lage in Teilen von Pennsylvania, Maryland, West Virginia und Virginia, wo lokal bis zu 60 Zentimeter Schnee fallen könnten.
Der Wintersturm soll nach aktuellen Prognosen am Freitag, dem 23. Januar, einsetzen und sich über das gesamte Wochenende erstrecken. Während Schnee und Eis große Teile des Landes betreffen werden, dürfte sich das System bis zum 25. Januar Richtung Ostküste verlagern. In Neuengland könnten die Auswirkungen sogar bis zum 26. Januar anhalten.
Zusätzlich verschärft ein sogenannter Polarwirbel die Situation. Bitterkalte Luftmassen aus Kanada strömen südwärts und sorgen für Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt – in einigen Regionen sogar für historischen Schneefall, wie zuletzt im Norden Floridas. Die extremen Windchill-Werte erhöhen das Risiko für Erfrierungen und Unterkühlung erheblich.
Die Wetterdienste raten dringend, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. Wer sich im Freien aufhalten muss, sollte mehrere Kleidungsschichten tragen, auf trockene Kleidung achten und Haut möglichst bedecken. Auch Haustiere sollten geschützt und Nachbarn, insbesondere ältere oder hilfsbedürftige Personen, regelmäßig überprüft werden.
Besondere Vorsicht ist bei Stromausfällen geboten: Notheizungen müssen gut belüftet sein, Kohlenmonoxidmelder sollten funktionieren, und Notfallsets mit Wasser, Lebensmitteln und Batterien sollten griffbereit stehen. Der Wintersturm zeigt einmal mehr, wie wichtig Vorbereitung und umsichtiges Verhalten bei extremen Wetterlagen sind.
Die Klimaerwärmung lässt grüssen!