Ein massiver Wintersturm steuert auf große Teile der Vereinigten Staaten zu und versetzt Behörden wie Bevölkerung in Alarmbereitschaft. In mindestens zwölf Bundesstaaten wurde bereits der Notstand ausgerufen. Meteorologen warnen vor extremen Schneefällen, gefährlichem Blitzeis und Temperaturen, die bis auf minus 45 Grad Celsius fallen könnten.
Betroffen sind unter anderem Texas, Georgia, die Carolinas, Virginia, Maryland sowie Teile des Mittleren Westens und des Südens. Der Sturm soll sich über eine Strecke von rund 3000 Kilometern erstrecken – von New Mexico im Südwesten bis nach Maine im Nordosten. US-Medien sprechen von einem der schwersten Winterereignisse der vergangenen Jahre und bezeichnen das Wetterphänomen als „Monstersturm“.
Der Nationale Wetterdienst rechnet mit heftigem Schneefall, starken Windböen und großflächiger Eisbildung. Besonders gefährlich sei die Kombination aus Frostregen und Sturm, die Bäume umknicken und Stromleitungen beschädigen könne. Massive Stromausfälle gelten in vielen Regionen als wahrscheinlich. Großstädte wie Dallas, Memphis oder Washington, D.C. könnten von einer dicken Eisschicht überzogen werden.
Die Auswirkungen zeigen sich bereits im Alltag: Fluggesellschaften haben vorsorglich Hunderte Flüge gestrichen, Schulen bleiben in vielen Regionen geschlossen. Auch internationale Verbindungen sind betroffen. Die Lufthansa sagte für das Wochenende zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika ab, insbesondere nach Washington, New York, Boston, Philadelphia und Charlotte. Betroffene Passagiere werden über Umbuchungen informiert.
Für rund 160 Millionen Menschen gelten derzeit Unwetterwarnungen oder besondere Sicherheitshinweise. Die Behörden rufen eindringlich dazu auf, das Haus möglichst nicht zu verlassen und Fahrten auf ein Minimum zu beschränken. New Yorks Gouverneurin warnte, die erwartete Kälte könne „absolut tödlich“ sein.
Besonders kritisch ist die Lage im Norden des Landes. In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen auf bis zu minus 45 Grad Celsius sinken, in Metropolen wie Chicago werden gefühlte Temperaturen zwischen minus 20 und minus 30 Grad erwartet. Experten mahnen, dass schon kurze Aufenthalte im Freien lebensgefährlich sein können.
Wie stark der Sturm letztlich wüten wird, zeigt sich in den kommenden Tagen. Klar ist jedoch schon jetzt: Die USA stehen vor einem Winterwochenende mit erheblichen Risiken für Infrastruktur, Verkehr und Gesundheit.