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„Ein Tag ohne Waffen“: Papst Leo XIV. appelliert zu Weihnachtsfrieden – und zeigt sich enttäuscht über Moskau

peacemedia_for_future (CC0), Pixabay

Papst Leo XIV. hat eindringlich zu einer 24-stündigen Waffenruhe an Weihnachten aufgerufen – in der Ukraine ebenso wie in allen anderen Konfliktregionen der Welt. Zugleich äußerte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche offen enttäuscht darüber, dass Russland einen solchen Schritt abgelehnt hat.

„Zu den Dingen, die mich sehr traurig machen, gehört die Tatsache, dass Russland eine Weihnachtswaffenruhe zurückgewiesen hat“, sagte der Papst bei einer öffentlichen Ansprache. Sein Appell richte sich ausdrücklich „an alle Menschen guten Willens“, zumindest am Fest der Geburt Jesu die Waffen schweigen zu lassen – als Zeichen der Menschlichkeit und der Hoffnung.

Weihnachtsappell mit globalem Anspruch

Der Papst machte deutlich, dass es ihm nicht allein um den Krieg in der Ukraine geht. Vielmehr solle die Idee einer eintägigen Feuerpause weltweit gelten – unabhängig von politischen Interessen, militärischen Erwägungen oder strategischen Vorteilen. Weihnachten sei ein Fest, das zur Besinnung auf Frieden, Versöhnung und den Schutz des menschlichen Lebens einlade.

Gerade angesichts der anhaltenden Gewalt sei eine solche Geste zwar symbolisch, aber von großer moralischer Bedeutung. Ein Tag ohne Waffen könne Leben retten – und vielleicht Raum für Gespräche öffnen.

Blick nach Gaza: Weihnachten unter extremen Bedingungen

In seiner Ansprache berichtete Leo XIV. auch von einem Gespräch mit dem Pfarrer der katholischen Gemeinde in Gaza. Dort versuchten die Christinnen und Christen, Weihnachten unter „weiterhin sehr prekären Bedingungen“ zu feiern. Trotz aller Unsicherheit äußerte der Papst die Hoffnung, dass ein bestehendes Friedensabkommen Bestand haben möge.

Die Erwähnung Gazas unterstreicht den weltweiten Charakter seines Appells: Krieg und Leid seien keine regional begrenzten Phänomene, sondern eine globale Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft.

Erste Christmette im Petersdom

Am Weihnachtsabend wird Papst Leo XIV. erstmals als Pontifex die Christmette im Petersdom feiern. Beobachter erwarten, dass er dabei erneut klar Stellung gegen Krieg und Gewalt beziehen und an das Leid der Zivilbevölkerung in Krisen- und Kriegsgebieten erinnern wird.

Der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri hat seit Beginn seines Pontifikats wiederholt deutliche Akzente gesetzt: Er mahnt zu Frieden, Versöhnung und Verantwortung – und stellt die Opfer von Kriegen und Konflikten konsequent in den Mittelpunkt seiner Botschaften.

Mit seinem Weihnachtsappell verbindet Leo XIV. Spiritualität mit politischer Realität – auch wenn er weiß, dass seine Worte nicht überall auf Gehör stoßen. Doch gerade darin, so seine Botschaft, liege die Verpflichtung der Kirche: nicht zu schweigen, wenn Waffen sprechen.

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