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Insolvenzverfahren: Anträge abgewiesen – AnGor Bau Berlin GmbH, Cycle Care GmbH i.L., PROJECT PW Curtiusstr. 20–26 Berlin GmbH & Co. KG
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Insolvenzverfahren: Anträge abgewiesen – AnGor Bau Berlin GmbH, Cycle Care GmbH i.L., PROJECT PW Curtiusstr. 20–26 Berlin GmbH & Co. KG

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Im Rahmen dreier bedeutender Insolvenzverfahren wurden durch verschiedene Amtsgerichte entscheidende Beschlüsse getroffen, die das wirtschaftliche Ende von drei Gesellschaften unterstreichen. Die Anträge auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der AnGor Bau Berlin GmbH, der Cycle Care GmbH i.L. sowie der PROJECT PW Curtiusstr. 20–26 Berlin GmbH & Co. KG führten entweder zur Abweisung wegen fehlender Masse oder zu formellen Korrekturen im Verfahrensablauf. Nachfolgend die Einzelheiten.

Aktenzeichen: 3614 IN 5342/25 – AnGor Bau Berlin GmbH

Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 25. September 2025 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der AnGor Bau Berlin GmbH mangels Masse abgewiesen. Das Bauunternehmen mit Sitz in der Schloßstraße 48 A in Berlin-Steglitz, vertreten durch die Geschäftsführerin Anna Gordii, war im Handelsregister unter der Nummer HRB 245395 beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen. Der Beschluss bedeutet, dass nicht genügend pfändbares Vermögen vorhanden ist, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. Für betroffene Gläubiger stellt dies eine ernüchternde Entwicklung dar, da die Aussicht auf Rückflüsse ihrer Forderungen als äußerst gering einzustufen ist. Gegen den Beschluss steht die sofortige Beschwerde offen, welche innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen beim zuständigen Amtsgericht Charlottenburg eingereicht werden kann.

Aktenzeichen: 3604 IN 3458/25 – Cycle Care GmbH i.L.

Auch im Fall der Cycle Care GmbH i.L., einem Berliner Unternehmen aus dem Bereich Kosmetik, Lifestyle und Ernährung, wurde der Insolvenzantrag abgelehnt. Mit Beschluss vom 29. Juli 2025 stellte das Amtsgericht Charlottenburg fest, dass ebenfalls keine ausreichende Insolvenzmasse zur Verfahrensfinanzierung vorhanden sei. Die Gesellschaft mit Sitz in der Mühlenstraße 8A, vertreten durch die Geschäftsführer Kevin Block und Philipp York Roggencamp, war im Handelsregister unter der Nummer HRB 244619 eingetragen. Trotz der Liquidation (i.L.) zum Zeitpunkt der Antragstellung konnte kein wirtschaftlich verwertbares Vermögen festgestellt werden, welches zur Deckung der Verfahrenskosten ausgereicht hätte. Auch hier besteht die Möglichkeit, innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe des Beschlusses Rechtsmittel einzulegen.

Aktenzeichen: IN 1385/23 – PROJECT PW Curtiusstr. 20–26 Berlin GmbH & Co. KG

Eine formelle Korrektur betraf die PROJECT PW Curtiusstr. 20–26 Berlin GmbH & Co. KG mit Sitz in Nürnberg. In dem Verfahren vor dem Amtsgericht Nürnberg wurde am 24. September 2025 klargestellt, dass die ursprünglich im Beschluss vom 21. Mai 2024 angegebene Maßnahme vom 25. Oktober 2023 ein offensichtliches Schreibversehen enthielt. Tatsächlich waren die angeordneten Sicherungsmaßnahmen bereits mit Beschlüssen vom 14. September 2023 und 26. Oktober 2023 erfolgt. Das Gericht hob diese Maßnahmen nun auf. Die persönlich haftende Gesellschafterin der Schuldnerin, die PROJECT Immobilien GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Bernard Marc Oliver, hatte zuvor mit der Verwaltung und Entwicklung von Immobilienprojekten in Berlin gewirkt. Ob das Verfahren zu einer Eröffnung führt, bleibt abzuwarten.

Fazit

Die Entwicklungen zeigen exemplarisch die schwierige Lage mittelständischer Unternehmen in Berlin und darüber hinaus. Die Abweisung eines Insolvenzantrags mangels Masse ist meist der endgültige Schlussstrich unter unternehmerisches Handeln, da damit sowohl Gläubigerschutz als auch Sanierungschancen weitgehend ausgeschlossen sind. Die Beschlüsse machen deutlich, dass nicht nur wirtschaftliches Scheitern, sondern auch das vollständige Fehlen verwertbarer Substanz den Weg in ein geregeltes Insolvenzverfahren versperren kann.

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