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Masernausbruch auf Java – 17 Kinder gestorben, Behörden starten Impfkampagne

geralt (CC0), Pixabay

In Indonesien ist es auf der Insel Java zu einem schweren Masernausbruch gekommen. Nach Angaben der Behörden in der Provinz Java Timur wurden in den vergangenen acht Monaten mehr als 2.000 Kinder infiziert. 17 von ihnen starben an den Folgen der Krankheit.

Impfstatus der Opfer

Von den verstorbenen Kindern waren 16 gar nicht immunisiert, eines hatte keinen vollständigen Impfschutz. Die Behörden führen die hohe Zahl schwerer Krankheitsverläufe und Todesfälle daher vor allem auf Lücken in der Impfversorgung zurück.

Start einer Immunisierungskampagne

Als Reaktion haben die Gesundheitsämter vor Ort eine großangelegte Impfkampagne gestartet. Hunderte Kinder und ihre Eltern standen bereits Schlange, um sich impfen zu lassen. Ziel der Aktion ist es, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und weitere Todesfälle zu verhindern. Die Regierung betonte, dass ausreichende Impfstoffmengen zur Verfügung stünden und die Kampagne landesweit ausgedehnt werden könne, sollte sich die Lage verschärfen.

Masern als wiederkehrendes Problem

Indonesien hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit Masernausbrüchen zu kämpfen. Experten machen eine unvollständige Impfquote verantwortlich. Gründe sind unter anderem mangelnder Zugang zu medizinischer Versorgung in ländlichen Regionen, aber auch Skepsis und Falschinformationen über Impfungen.

Globale Dimension

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt seit Jahren vor einem Wiedererstarken der Masern weltweit. Obwohl die Krankheit durch Impfungen vermeidbar ist, kommt es regelmäßig zu regionalen Ausbrüchen – oft dort, wo die Impfraten unter die notwendige Schwelle von etwa 95 Prozent fallen.

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