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Ehec-Ausbruch in Vorpommern-Rügen: Alle Betroffenen sind Kinder

Engin_Akyurt (CC0), Pixabay

Im Landkreis Vorpommern-Rügen sorgt ein Ausbruch des gefährlichen Ehec-Erregers für Besorgnis. Nach Angaben der Behörden sind bislang vier Kinder erkrankt, zwei weitere Fälle werden derzeit untersucht. Besonders dramatisch: Drei der jungen Patienten mussten auf die Intensivstation verlegt werden, zwei davon in die Universitätsmedizin Rostock.

Die betroffenen Kinder sind zwischen einem und 14 Jahren alt. Damit konzentrieren sich die aktuellen Fälle ausschließlich auf Minderjährige. Ehec-Bakterien (Enterohämorrhagische Escherichia coli) können bei Infizierten schwere Durchfallerkrankungen auslösen und in Einzelfällen lebensgefährliche Komplikationen wie das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) verursachen.

Wie steckt man sich an?

Übertragen werden Ehec-Bakterien in erster Linie über Lebensmittel. Besonders riskant sind rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch, ungewaschenes Gemüse sowie unpasteurisierte Milchprodukte. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, wenn Hygieneregeln nicht eingehalten werden.

Sorge bei Eltern wächst

Die Gesundheitsbehörden mahnen zu besonderer Vorsicht. Eltern sollten ihre Kinder genau beobachten, wenn diese plötzlich anhaltenden Durchfall oder Bauchschmerzen entwickeln. „Gerade bei kleinen Kindern können Ehec-Infektionen sehr schnell gefährlich werden“, so ein Sprecher des Gesundheitsamtes.

Die aktuellen Fälle erinnern viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern an den großen Ehec-Ausbruch von 2011, bei dem es bundesweit hunderte Erkrankungen und zahlreiche Todesfälle gab.

Ermittlungen laufen

Wo sich die Kinder mit dem Erreger angesteckt haben, ist bislang unklar. Lebensmittelproben und Kontaktumfelder der Familien werden derzeit überprüft. Ergebnisse könnten in den kommenden Tagen vorliegen.

Die Behörden raten, Gemüse gründlich zu waschen, Fleisch stets vollständig durchzugaren und bei Krankheitsanzeichen sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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