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Trump: US liefert Waffen an die Ukraine – über NATO und auf deren Kosten

reidy68 (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag in einem Interview mit dem US-Sender NBC erklärt, dass die Vereinigten Staaten Waffen an die Ukraine liefern werden – allerdings nicht direkt, sondern über die NATO. Die Allianz soll laut Trump die Kosten in voller Höhe übernehmen.

„Wir schicken Waffen an die NATO, und NATO zahlt zu hundert Prozent dafür“, sagte Trump gegenüber NBC-Moderatorin Kristen Welker in einem Telefoninterview. Genannt wurde dabei unter anderem das amerikanische Luftabwehrsystem Patriot. „Wir werden Patriots an die NATO liefern, und NATO wird sie dann weiterverteilen.“

Eine offizielle Bestätigung des Bündnisses liegt bislang nicht vor. CNN hat bei der NATO um eine Stellungnahme gebeten.

NATO-Generalsekretär im Gespräch mit Trump

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte Trump am Donnerstag telefonisch kontaktiert. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) schrieb Rutte später: „Ich habe heute die Führungen der Mitgliedsstaaten aufgefordert, mehr für die Munitions- und Luftabwehrlieferungen an die Ukraine zu tun. Ich habe soeben mit Präsident Trump gesprochen und arbeite nun eng mit den Alliierten zusammen, um die Ukraine zu unterstützen.“

Auch US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Donnerstag, Washington spreche derzeit „aktiv“ mit europäischen Ländern über die gemeinsame Bereitstellung von Patriot-Systemen für die Ukraine.

„Es gibt andere Patriot-Systeme und weitere Möglichkeiten“, sagte Rubio bei einem Besuch in Malaysia nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. „Es wäre hilfreich, wenn ein Land, das auf eine Patriot-Lieferung wartet, freiwillig verzichtet – damit die Lieferung stattdessen an die Ukraine geht.“

Ukraine fordert mehr Schutz – Trump will Montag Stellung beziehen

Bereits am Mittwoch hatte Trump durchblicken lassen, dass die US-Regierung die Lieferung eines weiteren Patriot-Systems an die Ukraine prüft.

„Sie hätten es gerne. Sie haben darum gebeten – es ist ein sehr seltenes System, weil bereits viele in die Ukraine gegangen sind“, sagte Trump. „Aber sie haben darum gebeten, und wir schauen es uns an. Es ist ein sehr teures System.“

Für den kommenden Montag kündigte Trump zudem eine „wichtige Erklärung zu Russland“ an, blieb aber ohne konkrete Angaben. „Ich bin enttäuscht von Russland … Am Montag wird es eine große Ankündigung geben“, sagte der Präsident gegenüber NBC.

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