Während Schulen und Lehrerinnen und Lehrer weltweit noch immer darüber diskutieren, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll in den Unterricht integriert werden kann, haben drei führende Tech-Unternehmen ein millionenschweres Fortbildungsprogramm für Pädagoginnen und Pädagogen gestartet.
Die „National Academy of AI Instruction“ ist eine neue Initiative, die mit 23 Millionen US-Dollar finanziert wird – bereitgestellt von Microsoft, OpenAI, Anthropic, der American Federation of Teachers (AFT) sowie der United Federation of Teachers (UFT) in New York. Ziel des Projekts ist es, in den kommenden fünf Jahren rund 400.000 Lehrkräfte der Klassenstufen K-12 (Kindergarten bis Sekundarstufe II) im Umgang mit Künstlicher Intelligenz auszubilden.
Die Schulungen sollen sowohl online als auch vor Ort an einem neu eingerichteten Campus in New York City stattfinden. Lehrkräfte erhalten dabei praxisnahe Einführungen in generative KI, ethische Fragen der Technologie sowie konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Unterricht, Unterrichtsvorbereitung und Verwaltungsaufgaben.
„KI birgt enormes Potenzial – aber auch große Herausforderungen. Es liegt an uns, sicherzustellen, dass KI den Schülerinnen und Schülern dient – und nicht umgekehrt“, erklärte AFT-Präsidentin Randi Weingarten.
Die Kurse und Workshops werden von Expertinnen und Experten aus Bildung und Technologie gemeinsam entwickelt. Der Startschuss für das Programm fällt bereits im Herbst 2025.
Finanzierung im Detail:
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Microsoft: 12,5 Millionen US-Dollar über fünf Jahre
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OpenAI: 10 Millionen US-Dollar, davon 2 Millionen in Sachleistungen (z. B. Rechenkapazitäten)
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Anthropic: 500.000 US-Dollar im ersten Jahr (weitere Investitionen möglich)
Neben dem Ziel, Lehrkräfte fit für das digitale Zeitalter zu machen, profitieren die Tech-Konzerne auch selbst: Die Programme bieten wertvolles Feedback aus der Praxis und ermöglichen es, ihre Produkte gezielt an den Bildungssektor anzupassen.
„Wir stehen am Anfang eines neuen Bildungszeitalters – des Zeitalters der Intelligenz. Die Vermittlung entsprechender Kompetenzen beginnt mit den Lehrerinnen und Lehrern“, so Chris Lehane, Chief Global Affairs Officer bei OpenAI.
Die Initiative könnte eine nationale Blaupause für den Umgang mit KI in Schulen werden – und dabei helfen, zwischen pädagogischem Nutzen und den Risiken einer unkritischen Nutzung zu differenzieren.