Aktenzeichen: 1 IN 83/24
Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Alex Capital GmbH, Otto-Dill-Straße 8, 67433 Neustadt an der Weinstraße, wurde durch das Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße am 18. Juni 2025 beschlossen, dass die am 13. Februar 2025 angeordnete vorläufige Insolvenzverwaltung sowie die weiteren Maßnahmen gemäß §§ 21, 22 InsO aufgehoben werden.
Die im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen unter HRB 64860 eingetragene Gesellschaft wurde durch ihre beiden Geschäftsführer, Aleksej Karpov und Valentina Frank, vertreten.
Bedeutung der Entscheidung
Mit der Aufhebung der vorläufigen Maßnahmen endet vorerst der gerichtliche Zugriff auf das Vermögen der Gesellschaft. Die Aufhebung deutet darauf hin, dass sich das Verfahren inhaltlich erledigt hat – etwa durch Rücknahme des Antrags, außergerichtliche Klärung oder Feststellung fehlender Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Die Geschäftsführung erhält damit ihre uneingeschränkte Handlungsfähigkeit zurück.
Der vollständige Beschluss liegt zur Einsichtnahme in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts bereit.
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diese Entscheidung kann die Antragsgegnerin sofortige Beschwerde einlegen, sofern sie durch den Beschluss in ihren Rechten beeinträchtigt ist. Die Beschwerde ist innerhalb von zwei Wochen beim
Amtsgericht Neustadt a.d.Wstr.
Robert-Stolz-Straße 20, 67433 Neustadt an der Weinstraße
einzureichen.
Maßgeblich für den Fristbeginn ist die Zustellung oder Verkündung der Entscheidung. Die Beschwerde muss schriftlich eingereicht oder zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden und ist vom Beschwerdeführer oder dessen Bevollmächtigten zu unterzeichnen.
Zusätzlich kann gegen die Festsetzung des Gegenstandswertes innerhalb von sechs Monaten Beschwerde eingelegt werden, sofern der Wert des Beschwerdegegenstands 200 Euro übersteigt.
Fazit
Die Alex Capital GmbH ist nach der gerichtlichen Aufhebung der Maßnahmen nicht mehr insolvenzrechtlich eingeschränkt. Ob es sich dabei um ein endgültiges Ende des Verfahrens handelt oder ob ein neuer Antrag folgen wird, bleibt abzuwarten. Für den Moment jedoch hat die Gesellschaft ihre unternehmerische Freiheit zurückgewonnen.
Amtsgericht Neustadt a. d. Wstr. – 18. Juni 2025