Die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles sowie das Internationale Olympische Komitee (IOC) zeigen sich trotz des neuen Einreiseverbots von US-Präsident Donald Trump zuversichtlich: Die Vorbereitungen und die Durchführung der Spiele seien nicht in Gefahr, da der Bann ausdrücklich Ausnahmen für olympische Teilnehmer vorsieht.
Das neue Dekret, das ab kommenden Montag in Kraft treten soll, verbietet die Einreise von ausländischen Staatsangehörigen aus 12 Ländern vollständig und schränkt sie für weitere 7 Länder teilweise ein. Dennoch betonte LA28-Präsident Casey Wasserman nach einem Treffen mit der IOC-Koordinierungskommission:
„Wir danken der Bundesregierung für die Anerkennung, dass die Spiele ein weltweites Ereignis sind. Alle olympischen Akteure – von IOC-Mitgliedern über Verbände bis hin zu Sponsoren – werden selbstverständlich einreisen dürfen.“
Vertrag sichert uneingeschränkten Zugang für Olympia-Verantwortliche
Bereits im Jahr 2017 hatten Los Angeles und das US-Olympische Komitee eine vertragliche Vereinbarung mit dem IOC unterzeichnet. Diese garantiert den uneingeschränkten temporären Zugang zur USA für alle offiziellen Teilnehmer: darunter Sportler, Betreuer, Funktionäre, Medienvertreter und Sponsoren.
Nicole Hoevertsz, IOC-Vizepräsidentin und Leiterin der LA28-Koordinierungskommission, erklärte:
„Es sind 206 Länder, die sich auf die Spiele vorbereiten – einige davon stehen zwar auf der Liste der betroffenen Nationen, aber die US-Regierung hat zugesichert, dass Olympia-Teilnehmer ausnahmslos einreisen dürfen.“
Betroffene Länder: Auch Olympia-Nationen darunter
Unter den vollständig betroffenen Ländern befinden sich unter anderem Iran, Somalia, Libyen, Jemen, Haiti und Afghanistan – allesamt Nationen, die regelmäßig Athlet*innen zu den Olympischen Spielen entsenden. Weitere Länder wie Kuba, Laos und Venezuela sind von teilweisen Einschränkungen betroffen.
Ausnahme für Fans? Unklar.
Während die Einreise für akkreditierte Teilnehmer gesichert scheint, bleibt offen, ob auch Fans aus betroffenen Ländern nach Los Angeles reisen dürfen. In der Vergangenheit nahmen zehntausende internationale Besucher an den Spielen teil.
Wasserman zeigte sich dennoch gelassen: Auf die Frage, ob das Einreiseverbot die Ticketverkäufe gefährden könnte, antwortete er kurz und bestimmt:
„Nein.“
Olympia und WM 2026 im Fokus
Die USA werden nicht nur Gastgeber der Olympischen Spiele 2028, sondern auch Mitgastgeber der Fußball-WM 2026. Auch hier könnten Reisebeschränkungen politische und organisatorische Herausforderungen mit sich bringen – insbesondere für Fans.
Fazit: Trotz der politischen Spannungen setzen LA28 und das IOC auf Kooperation mit den US-Behörden, um die globale Teilnahme an den Spielen sicherzustellen. Ob auch die Öffentlichkeit – insbesondere Fans aus betroffenen Ländern – vollständig mitreisen darf, bleibt abzuwarten.