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Brandanschlag in Boulder: Mohamed Soliman wegen Terrorangriffs auf pro-israelische Kundgebung angeklagt

herbinisaac (CC0), Pixabay

Der 45-jährige Mohamed Sabry Soliman, ein aus Ägypten stammender Mann, wurde am Donnerstag offiziell wegen 118 Straftaten angeklagt. Darunter: versuchter Mord, Einsatz von Spreng- und Brandvorrichtungen, Hassverbrechen, Körperverletzung an Senioren und Tierquälerei. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Soliman hatte am 1. Juni bei einer Veranstaltung der Gruppe Run for Their Lives, die sich für die Freilassung israelischer Geiseln aus dem Gazastreifen einsetzt, Molotowcocktails geworfen und einen provisorischen Flammenwerfer eingesetzt. Die Attacke richtete sich laut Behörden gezielt gegen Teilnehmer der pro-israelischen Demonstration.

15 Verletzte – Drei Opfer weiterhin im Krankenhaus

Laut dem Bezirksstaatsanwalt von Boulder, Michael Dougherty, wurden 15 Personen im Alter von 52 bis 88 Jahren verletzt, einige davon schwer. Drei Opfer befinden sich weiterhin im Krankenhaus. Auch ein Tier wurde bei der Tat verletzt, was eine Anklage wegen Tierquälerei zur Folge hat.

Tat aus Hass geplant – Ermittlungen zeigen lange Vorbereitung

Laut einem Ermittlungsbericht habe Soliman das Attentat ein Jahr lang vorbereitet. Nachdem er im Jahr 2022 mit einem Touristenvisum in die USA eingereist war und dieses auslief, begann er mit den Planungen. Da er wegen seines Aufenthaltsstatus keine Schusswaffe kaufen konnte, brachte er sich über YouTube bei, wie man Brandbomben baut.

Er sagte den Ermittlern, er bereue seine Tat nicht und würde sie „jederzeit wiederholen“. Er habe jeden, der Israel unterstütze, als Zionist betrachtet, und damit als legitimes Ziel.

Familie in Abschiebehaft – Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Veranstaltungen erhöht

Solimans Ehefrau und fünf Kinder befinden sich derzeit in der Obhut der US-Einwanderungsbehörde ICE, die unter der Trump-Regierung deren Abschiebung vorbereitet.

Unterdessen erhöhen die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen für ein jüdisches Kulturfestival, das am kommenden Wochenende stattfinden soll. Boulder Police Chief Stephen Redfearn kündigte den Einsatz von SWAT-Teams, Drohnen und zivilen Beamten an, um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten.


Fazit: Der Fall sorgt nicht nur lokal, sondern landesweit für Bestürzung. Die Ermittlungen laufen weiter, und es könnten noch weitere Bundesanklagen folgen. Das Motiv gilt eindeutig als antisemitisch und extremistisch, was zu einem der schwerwiegendsten Hassverbrechen in jüngerer US-Geschichte führen könnte.

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