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Trump

12019 (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat per Dekret die Zulassung internationaler Studierender an der Harvard University untersagt. Die Maßnahme betrifft alle neuen internationalen Studienanfänger und ist Teil eines sich verschärfenden Konflikts zwischen dem Weißen Haus und der renommierten Eliteuniversität.

In der am 4. Juni unterzeichneten Anordnung erklärte Trump, Harvard stelle ein „Sicherheitsrisiko“ für die Vereinigten Staaten dar. Er begründete den Schritt mit Vorwürfen, die Universität habe jüdische Studierende nicht ausreichend vor pro-palästinensischen Demonstrationen geschützt und verstoße systematisch gegen Gleichbehandlungsgrundsätze – etwa durch frühere berücksichtigte Diversity-Kriterien in der Zulassung, die der Supreme Court 2023 untersagt hatte.

„Es liegt nicht im Interesse der Vereinigten Staaten, Harvard weiterhin zu privilegieren, während es gegen nationale Werte und Bürgerrechte verstößt“, heißt es in der Erklärung.

Die Anordnung richtet sich gegen Neuankömmlinge aus dem Ausland, die ab dem kommenden Semester ein Studium oder Austauschprogramm an Harvard aufnehmen wollten. Außenminister Marco Rubio wurde zudem beauftragt zu prüfen, ob auch bereits vergebene Visa für derzeit eingeschriebene internationale Studierende widerrufen werden sollen.

Die Universität reagierte bislang nicht offiziell, kritisierte aber in der Vergangenheit die Einmischung der Regierung in akademische Angelegenheiten. Bereits zuvor hatte das Heimatschutzministerium unter Kristi Noem versucht, Harvard international zu isolieren – war aber an einem Gerichtsbeschluss gescheitert.

Derzeit sind rund 6.800 internationale Studierende aus über 140 Ländern an Harvard eingeschrieben – etwa ein Viertel der gesamten Studierendenschaft. Weltweit gilt die Universität als eines der angesehensten Bildungsinstitute.

Bildungsexperten und Bürgerrechtsorganisationen warnten vor einem gefährlichen Präzedenzfall. Der Präsident der American Council on Education sprach von einem „Angriff auf die akademische Freiheit und die internationale Wissenschaftskooperation“.


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