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Schweizer Gletscher stürzt ab und begräbt Dorf Blatten unter Eis und Geröll

geralt (CC0), Pixabay

Ein dramatischer Gletscherkollaps in den Schweizer Alpen hat das Dorf Blatten nahezu vollständig unter einer gewaltigen Geröll- und Eismasse begraben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sind rund 90 Prozent der Ortschaft nach dem Abbruch des Birchgletschers von Eis, Schlamm und Fels verschüttet worden. Satellitenbilder und Videoaufnahmen zeigen das Ausmaß der Katastrophe und machen die gewaltige Zerstörung sichtbar.

Das kleine Bergdorf mit etwa 300 Einwohnern war glücklicherweise bereits vor dem Einsturz evakuiert worden, nachdem geologische Messungen auf eine bevorstehende Instabilität des Gletschers hingedeutet hatten. Dennoch wird aktuell ein 64-jähriger Mann vermisst. Die Polizei hat die Suchaktionen am 29. Mai eingestellt, da das Gelände weiterhin als äußerst instabil gilt und Einsatzkräfte gefährden würde.

Der Zusammenbruch des Birchgletschers wird von Experten als deutliches Zeichen des Klimawandels gewertet. Die zunehmende Gletscherschmelze und das Auftauen von Permafrostböden in Hochgebirgsregionen sorgen weltweit für wachsende Gefahr durch Felsstürze und Gletscherabbrüche. Blatten, eine beschauliche Gemeinde in der Region Wallis, ist damit nun eines der sichtbarsten Beispiele für die bedrohlichen Folgen der Erderwärmung in alpinen Gebieten.

Die veröffentlichten Satellitenaufnahmen dokumentieren eindrücklich den Zustand des Gletschers und der Umgebung vor und nach dem Unglück. Auch ein Video des Zusammensturzes zeigt die Wucht, mit der sich die Eismassen lösten und talabwärts rasten.

Die Behörden rufen weiterhin zur Vorsicht in umliegenden Gebieten auf, da ähnliche Instabilitäten auch bei anderen Gletschern nicht ausgeschlossen werden können. Blatten steht nun vor einer ungewissen Zukunft – ob der Ort wieder aufgebaut werden kann, ist derzeit noch völlig unklar.

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