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Verurteilter Mörder und Ex-Polizeichef Grant Hardin aus Gefängnis in Arkansas geflohen

Pic_Panther (CC0), Pixabay

Der verurteilte Mörder und Vergewaltiger Grant Hardin, bekannt aus der True-Crime-Doku Devil in the Ozarks, ist am 25. Mai aus dem North Central Unit-Gefängnis in Arkansas geflohen. Der 56-Jährige verbüßte eine Gesamtstrafe von 80 Jahren wegen Mordes und zweifacher Vergewaltigung.

Laut Angaben der Strafvollzugsbehörde trug Hardin bei seiner Flucht eine Uniform, die der der Gefängniswärter ähnelte. Der Sheriff von Stone County warnte öffentlich: „Hardin ist ein Soziopath.“ Und der frühere Staatsanwalt Nathan Smith ergänzte: „Er ist nicht einfach ein Mensch, der etwas Schlechtes getan hat – Grant Hardin ist anders.“

Verurteilung wegen Mord und Vergewaltigung

Hardin hatte 2017 den Mord an James Appleton gestanden. Appleton war kurz zuvor mit einem Verwandten telefoniert worden, als dieser plötzlich einen lauten Knall hörte – danach war nur noch Stille. Augenzeugen berichteten später, dass ein weißes Auto vom Tatort floh. Appleton wurde tot in seinem Auto aufgefunden. Hardin erhielt für den Mord 30 Jahre Haft.

Nach der Verurteilung ergab ein DNA-Abgleich, dass Hardin auch für eine brutale Vergewaltigung einer Lehrerin 1997 verantwortlich war. Die Tat geschah in einer Schule in Rogers, Arkansas, an einem Sonntagmorgen. Die Frau wurde mit einer Waffe bedroht und sexuell missbraucht. Die Beschreibung des Täters – weiß, Mütze, Sonnenbrille – passte später zu Hardin. 2019 gestand er die Tat und erhielt zusätzlich zwei Mal 25 Jahre Haft – die Strafen wurden nacheinander verhängt.

Karriere im Polizeidienst – mit vielen Warnzeichen

Hardin war vor seiner Festnahme selbst Polizeichef – zuletzt in Gateway, Arkansas. Doch seine berufliche Laufbahn war von Anfang an auffällig: Er wurde mehrfach entlassen, unter anderem wegen schlechter Leistungen, mangelhafter Entscheidungsfähigkeit und übermäßiger Gewaltanwendung. Schon in den 90er-Jahren fiel er bei der Polizei von Fayetteville und Eureka Springs negativ auf.

Medieninteresse durch True-Crime-Doku

Seine Taten wurden 2023 im Dokumentarfilm Devil in the Ozarks auf dem True-Crime-Kanal Investigation Discovery thematisiert. Der Film beleuchtet, wie eine ungeklärte Vergewaltigung nach zwei Jahrzehnten durch eine spätere Mordermittlung aufgeklärt wurde – mithilfe eines DNA-Treffers.

Suche nach einem gefährlichen Täter läuft

Hardin gilt als extrem gefährlich. Die Polizei rät der Bevölkerung zur Vorsicht und bittet um Hinweise. Es ist nicht das erste Mal, dass ein hochgefährlicher Täter mit Polizeihintergrund aus der Haft entkommt – doch dieser Fall wirft besonders düstere Schatten auf das amerikanische Straf- und Polizeisystem. Derzeit fehlt von Hardin jede Spur.

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