Nach dem tödlichen Arbeitsunfall beim Abbau eines Riesenrads auf der Bremer Osterwiese verdichten sich die Hinweise auf die Ursache: Ein gerissenes Seil könnte laut ersten Erkenntnissen der Polizei Bremen das Unglück ausgelöst haben. In der Folge habe sich das Riesenrad unkontrolliert in Bewegung gesetzt – ein 49-jähriger Arbeiter, der sich zu diesem Zeitpunkt in großer Höhe befand, stürzte aus knapp 40 Metern in die Tiefe.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, als das Fahrgeschäft nach dem Ende der Osterwiese abgebaut wurde. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät – er starb noch am Unfallort an seinen schweren inneren und äußeren Verletzungen, wie die Polizei bestätigte.
Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Seilrisses laufen. Nach bisherigen Informationen gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Dennoch bleibt offen, ob möglicherweise Materialermüdung, fehlerhafte Sicherung oder technisches Versagen eine Rolle gespielt haben könnten. Die Staatsanwaltschaft ist in die Untersuchungen eingebunden, ein Gutachten durch einen technischen Sachverständigen wurde angeordnet.
Die Tragödie wirft ein Schlaglicht auf die oft unterschätzten Risiken beim Abbau von Großfahrgeschäften, bei dem Präzision und Sicherheit höchste Priorität haben müssen.
Die Schaustellergemeinschaft zeigte sich tief erschüttert und kündigte an, den Angehörigen des Verstorbenen jede mögliche Unterstützung zukommen zu lassen.