Der Bayerische Jugendring (BJR) schlägt Alarm: Immer mehr junge Menschen zeigen zwar Interesse an freiwilligem Engagement – doch viele schrecken vor den bürokratischen Hürden zurück. Laut BJR-Präsident Matthias Seitz sind es vor allem staatliche Auflagen wie Meldepflichten, Datenschutzvorgaben und Formularfluten, die junge Ehrenamtliche demotivieren.
„Die Rückmeldungen aus unserem Projekt sind eindeutig: Junge Menschen wollen etwas bewegen – sie wollen gestalten, nicht verwalten“, erklärte Seitz. Statt Zeit mit Paragraphen und Papierkram zu verbringen, würden sich viele lieber direkt für Umwelt, Kultur oder Soziales einsetzen. Doch der Weg dahin sei oft zu kompliziert und zu formalisiert.
Jugend will Verantwortung – aber ohne lähmende Regeln
Der BJR fordert deshalb gezielte Entbürokratisierung, damit das Ehrenamt für die junge Generation wieder attraktiver wird. Gerade in einer Zeit, in der das gesellschaftliche Miteinander stark von freiwilligem Engagement abhängt, dürfe man das Potenzial der Jugend nicht durch übermäßige Regulierungen verspielen.
Ein Appell, der auch an die Politik gerichtet ist: Wer das Ehrenamt stärken will, muss es einfach machen – nicht schwer.