Die Datarella GmbH mit Firmensitz Enzianstraße 4, 82319 Starnberg befindet sich im Insolvenzeröffnungsverfahren. Das Amtsgericht München hat am 6. Juli 2026 um 09:00 Uhr unter dem Aktenzeichen 1507 IN 1828/26 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Unternehmens angeordnet.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 207851 eingetragen und wird von Geschäftsführer Michael Reuter vertreten. Im Verfahren wird das Unternehmen von der Kanzlei Planer & Kollegen GmbH aus Landsberg am Lech vertreten.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Insolvenzgericht Dr. Max Liebig aus München. Gleichzeitig wurde ein Zustimmungsvorbehalt angeordnet. Damit dürfen Verfügungen über das Vermögen der Gesellschaft nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters vorgenommen werden. Diese Anordnung erstreckt sich ausdrücklich auch auf die Einziehung offener Forderungen. Mit den Sicherungsmaßnahmen soll verhindert werden, dass sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens bis zur Entscheidung über die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens weiter verschlechtert.
Die Datarella GmbH wurde 2013 gegründet und hat sich als Technologieunternehmen auf Blockchain-, Web3- und Softwarelösungen für Unternehmen spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt individuelle Anwendungen auf Basis verteilter Ledger-Technologien und unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung komplexer Geschäftsprozesse. Zu den Kernkompetenzen gehören die Entwicklung von Blockchain-Plattformen, Lösungen für digitale Identitäten, Lieferkettenmanagement, Mobilitätsplattformen sowie Anwendungen für den Finanz- und Industriesektor.
Zu den bekanntesten Produkten zählen unter anderem Track & Trust für die Nachverfolgung von Lieferketten, RAAY als digitale Plattform für die Immobilienwirtschaft sowie Lösungen für digitale Identitäten, Web3-Anwendungen und KI-gestützte Automatisierung. Das Unternehmen arbeitete in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Industrieunternehmen, öffentlichen Einrichtungen und internationalen Organisationen zusammen. Zu den Referenzkunden und Projektpartnern gehörten unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Automobilindustrie, Fertigung, Logistik und öffentliche Verwaltung. Darüber hinaus war Datarella an mehreren europäischen Innovations- und Gaia-X-Projekten beteiligt und entwickelte Technologien für sichere Datenräume und dezentrale Infrastrukturen.
Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung beginnt nun die umfassende Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird feststellen, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vorliegen, ob ausreichende Vermögenswerte vorhanden sind und ob eine Sanierung oder Fortführung des Geschäftsbetriebs möglich erscheint. Bis zu einer endgültigen Entscheidung des Insolvenzgerichts bleiben die angeordneten Sicherungsmaßnahmen bestehen und dienen dem Schutz der Gläubiger sowie der Insolvenzmasse.