Die 126. WestWind Windpark GmbH & Co. KG aus Kirchdorf weist auch im Geschäftsjahr 2024 eine äußerst kleine Bilanz ohne operativen Geschäftsbetrieb aus. Wie aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht, verfügt die Gesellschaft weiterhin über kein Eigenkapital. Die Verluste sind erneut gestiegen, während sich Vermögen und Verbindlichkeiten lediglich in geringem Umfang verändert haben.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2024 leicht von 5.090 Euro auf 5.743 Euro. Die Vermögensseite besteht nahezu ausschließlich aus einem kleinen Umlaufvermögen sowie einem nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil der Kommanditisten.
Das Umlaufvermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 430 Euro nach 250 Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind unverändert Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 170 Euro. Weitere nennenswerte Vermögenswerte oder liquide Mittel weist die Gesellschaft nicht aus.
Der größte Aktivposten bleibt der „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten“, der sich von 4.840 Euro auf 5.313 Euro erhöhte. Dieser Bilanzposten dokumentiert, dass die aufgelaufenen Verluste das vorhandene Eigenkapital vollständig aufgezehrt haben und darüber hinausgehen. Die Gesellschaft ist damit bilanziell überschuldet, wobei die Verluste den Kommanditisten zuzurechnen sind.
Entsprechend wird das Eigenkapital unverändert mit null Euro ausgewiesen. Eine Verbesserung der Eigenkapitalbasis ist im Geschäftsjahr nicht erfolgt.
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen von 4.340 Euro auf 4.693 Euro. Dabei handelt es sich voraussichtlich überwiegend um Rückstellungen für Jahresabschluss-, Prüfungs- und Verwaltungskosten, wie sie für Projektgesellschaften ohne operatives Geschäft typisch sind.
Die Verbindlichkeiten stiegen ebenfalls leicht auf 1.050 Euro, nachdem sie im Vorjahr noch 750 Euro betragen hatten. Sämtliche Verbindlichkeiten besitzen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind damit kurzfristig fällig.
Der veröffentlichte Jahresabschluss zeigt erneut keine Hinweise auf operative Geschäftstätigkeit oder bereits errichtete Windenergieanlagen. Weder Anlagevermögen noch laufende Einnahmen aus der Stromerzeugung werden ausgewiesen. Die Gesellschaft befindet sich damit weiterhin offensichtlich in einer frühen Projekt- beziehungsweise Vorratsgesellschaftsphase, in der hauptsächlich Verwaltungs- und Organisationskosten anfallen.
Insgesamt vermittelt der Jahresabschluss das Bild einer Gesellschaft, die bislang ausschließlich geringe Verwaltungsausgaben verbucht und dadurch weitere Verluste aufbaut. Solange kein operatives Windparkprojekt umgesetzt oder Vermögenswerte eingebracht werden, dürfte sich an dieser wirtschaftlichen Situation wenig ändern. Der Abschluss lässt derzeit keine Anzeichen erkennen, dass die Gesellschaft bereits in die eigentliche Investitions- oder Betriebsphase eines Windparkprojekts eingetreten ist.