Nach drei Jahren mit steigenden Zahlen ist die Menge entdeckter Falschgeldscheine in Deutschland erstmals wieder gesunken. Wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 67.963 gefälschte Euro-Banknoten sichergestellt. Das entspricht einem Rückgang um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Trotz dieses Minus bleibt das Niveau hoch: Es handelt sich um die zweitgrößte Menge an entdeckten Blüten seit 2017.
Schaden von rund vier Millionen Euro
Parallel zur rückläufigen Stückzahl sank auch der finanzielle Schaden. Nachdem 2024 noch rund 4,5 Millionen Euro Verlust verzeichnet worden waren, lag der Schaden im vergangenen Jahr bei etwa 4 Millionen Euro.
Der tatsächliche wirtschaftliche Effekt geht jedoch über diese Summe hinaus. Denn Falschgeld verursacht zusätzliche indirekte Kosten – etwa durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, Schulungen von Personal im Einzelhandel oder technische Aufrüstung von Prüfgeräten.
Besonders häufig: 50- und 100-Euro-Scheine
Nach Angaben der Bundesbank konzentrieren sich Fälscher weiterhin vor allem auf gängige Stückelungen, insbesondere 50- und 100-Euro-Banknoten. Diese Scheine sind im täglichen Zahlungsverkehr stark verbreitet – ein Vorteil für Täter, da die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Weitergabe höher ist.
Deutlich seltener werden kleinere Stückelungen wie 5- oder 10-Euro-Scheine gefälscht, da der Aufwand im Verhältnis zum möglichen Gewinn geringer ist. Auch sehr hohe Nennwerte tauchen vergleichsweise selten im Umlauf auf.
Sicherheitsmerkmale im Fokus
Der Euro verfügt über zahlreiche Schutzmechanismen. Dazu gehören unter anderem:
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Wasserzeichen
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Sicherheitsfaden
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Hologrammstreifen oder -patch
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Smaragdzahl mit Farbwechsel
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UV-Merkmale
Die Bundesbank empfiehlt das einfache Prüfprinzip „Fühlen – Sehen – Kippen“. Dabei werden Struktur, Druckbild und optische Effekte kontrolliert. Wer einen verdächtigen Schein entdeckt, sollte ihn nicht weitergeben, sondern bei einer Bank oder der Polizei abgeben. Ein Ersatz des Betrags erfolgt in der Regel nicht.
Ursachen für den Rückgang
Der leichte Rückgang könnte mehrere Gründe haben. Experten verweisen auf:
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verbesserte Sicherheitstechnologie bei Banknoten
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verstärkte Kontrollen im Handel
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zunehmende Sensibilisierung von Verbraucherinnen und Verbrauchern
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verstärkte internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung organisierter Fälscherbanden
Zudem nimmt der bargeldlose Zahlungsverkehr weiter zu. Je häufiger mit Karte oder digital bezahlt wird, desto geringer ist die Gelegenheit, Falschgeld in Umlauf zu bringen.
Keine Entwarnung
Trotz der positiven Tendenz warnt die Bundesbank vor verfrühter Entwarnung. Das Niveau bleibt hoch, und Falschgeld ist weiterhin ein relevantes Problem für Handel und Wirtschaft.
Die aktuellen Zahlen zeigen zwar eine Stabilisierung – von einer nachhaltigen Trendwende sprechen Fachleute jedoch noch nicht. Wachsamkeit bleibt daher weiterhin ein wichtiger Bestandteil im täglichen Zahlungsverkehr.