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Erste Kombi-Impfung gegen Corona und Grippe vor EU-Zulassung

Tumisu (CC0), Pixabay

Die Europäische Arzneimittelbehörde European Medicines Agency (EMA) hat grünes Licht für den ersten Kombi-Impfstoff gegen Covid-19 und Grippe gegeben. Wie die Behörde mit Sitz in Amsterdam mitteilte, empfiehlt sie die Zulassung des Präparats für Menschen ab 50 Jahren.

Formal muss nun noch die Europäische Kommission die Marktzulassung erteilen. Dieser Schritt gilt in der Regel als Formsache, da die Kommission der wissenschaftlichen Empfehlung der EMA üblicherweise folgt.

Schutz vor zwei Viruserkrankungen mit einer Impfung

Der neue Impfstoff soll gleichzeitig vor einer Infektion mit dem Coronavirus sowie vor saisonaler Influenza schützen. Bislang mussten beide Impfungen getrennt verabreicht werden. Mit dem Kombi-Präparat wäre künftig nur noch eine Injektion nötig, um den Impfschutz gegen beide Atemwegserkrankungen zu erneuern.

Gerade für Menschen ab 50 Jahren, bei denen das Risiko für schwere Krankheitsverläufe steigt, könnte dies eine Vereinfachung darstellen. Auch für Arztpraxen und Impfzentren würde sich der organisatorische Aufwand reduzieren.

Entlastung für das Gesundheitssystem

Fachleute sehen in der Kombi-Impfung vor allem praktische Vorteile. Eine gebündelte Immunisierung könnte:

  • Impfkampagnen effizienter machen

  • die Impfbereitschaft erhöhen

  • Personal- und Logistikaufwand verringern

  • saisonale Belastungsspitzen in Kliniken abfedern

Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten zirkulieren sowohl Grippeviren als auch Corona-Varianten parallel. Doppelinfektionen oder zeitgleich hohe Infektionszahlen können Krankenhäuser erheblich unter Druck setzen.

Entscheidung bei den Mitgliedstaaten

Nach einer formalen Zulassung durch die EU-Kommission entscheiden die einzelnen Mitgliedstaaten eigenständig darüber, ob und in welchem Umfang sie das neue Präparat einsetzen. Nationale Impfkommissionen prüfen in der Regel zusätzlich, für welche Bevölkerungsgruppen eine Empfehlung ausgesprochen wird.

Mit der möglichen Einführung der ersten Kombi-Impfung betritt Europa impfstrategisches Neuland. Sollte sich das Präparat bewähren, könnte es künftig eine zentrale Rolle in den jährlichen Impfkampagnen spielen.

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