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Lawinengefahr im Pongau/Österreich: Zwölfjähriges Kind stirbt in Sportgastein – dramatische Einsätze im Hochgebirge
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Lawinengefahr im Pongau/Österreich: Zwölfjähriges Kind stirbt in Sportgastein – dramatische Einsätze im Hochgebirge

Myriams-Fotos (CC0), Pixabay

Ein tragischer Lawinenunfall hat am Dienstagvormittag das Skigebiet Sportgastein in Bad Gastein erschüttert. Ein zwölfjähriges Kind aus der Ukraine kam dabei ums Leben, nachdem es im freien, ungesicherten Skiraum von einem Schneebrett erfasst und verschüttet worden war. Trotz eines schnellen Großeinsatzes der Rettungskräfte kam für das Kind jede Hilfe zu spät.

Nach Angaben der Gasteiner Bergbahnen wurde der Lawinenabgang gegen 13.00 Uhr im Bereich zwischen den Stützen sieben und acht der Goldbergbahn gemeldet. Das Kind war gemeinsam mit weiteren Personen abseits der gesicherten Pisten unterwegs gewesen, als sich die Lawine löste. Einsatzkräfte der Bergrettung konnten das Kind rasch aus den Schneemassen bergen. Rund 20 Minuten lang kämpften sie um sein Leben, doch der Notarzt konnte schließlich nur noch den Tod feststellen.

Die Alpinpolizei hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen. Bei tödlichen oder schweren Unfällen im alpinen Gelände ist dieses Vorgehen vorgeschrieben. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren des freien Skiraums, insbesondere bei aktuell heiklen Schneeverhältnissen.

Nur wenige Kilometer entfernt kam es nahezu zeitgleich zu einem weiteren Lawinenunfall, der glimpflicher ausging. In der Nähe der Südwiener Hütte bei Obertauern wurden zwei Skitourengeher beim Aufstieg Richtung Hengst von einem Schneebrett erfasst. Während sich der Mann selbst aus den Schneemassen befreien konnte, war seine Begleiterin vollständig verschüttet. Mithilfe eines Lawinenverschüttetensuchgeräts lokalisierte er die Frau und grub sie eigenständig aus. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war sie bereits befreit, ansprechbar und lediglich leicht unterkühlt. Sie wurde per Hubschrauber ausgeflogen und medizinisch versorgt.

Parallel dazu lief in Sportgastein ein weiterer Großeinsatz, nachdem Wintersportler aus einer Seilbahnkabine einen Lawinenabgang und einen Snowboarder beobachtet hatten. Rund 20 Bergretter, Alpinpolizisten sowie mehrere Hubschrauber durchsuchten einen großen Lawinenkegel. Entwarnung folgte wenig später: Der Snowboarder meldete sich telefonisch bei den Bergbahnen und gab an, unverletzt zu sein. Der Einsatz konnte daraufhin beendet werden.

Auch aus anderen Regionen des Landes wurden am Dienstag Lawinenabgänge gemeldet, etwa aus Bad Hofgastein, Thomatal und dem Raum Zell am See. In diesen Fällen kam es glücklicherweise zu keinen Verschüttungen.

Die Bergrettung appelliert angesichts der aktuellen Lage eindringlich an Wintersportlerinnen und Wintersportler, Zurückhaltung im freien Gelände zu üben. Oberhalb der Waldgrenze herrscht derzeit erhebliche Lawinengefahr. Alte, teils schwer erkennbare Triebschneeansammlungen sowie frischer, vom Wind verfrachteter Neuschnee erhöhen das Risiko deutlich.

Der Tod des zwölfjährigen Kindes macht auf schmerzliche Weise deutlich, wie schnell sich winterliche Begeisterung im Hochgebirge in eine tödliche Gefahr verwandeln kann. Die Einsatzkräfte mahnen eindringlich zu Vorsicht, guter Planung und konsequenter Beachtung der Lawinenwarnungen.

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