Glatte und verschneite Straßen bringen den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands weiterhin durcheinander. Die Polizei meldet zahlreiche Unfälle – besonders betroffen ist der Norden. In Mecklenburg-Vorpommern kam es innerhalb von 24 Stunden zu Dutzenden Verkehrsunfällen. Neun Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der geschätzte Gesamtschaden liegt bei mehr als 430.000 Euro.
Auch auf Autobahnen bleibt die Lage angespannt. Kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der A1 von der Fahrbahn, die Strecke musste daraufhin zeitweise gesperrt werden. Ebenfalls gesperrt ist die A14 bei Schwerin, wo Glätte den Verkehr gefährlich macht. Die Polizei appelliert an Autofahrerinnen und Autofahrer, nur mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs zu sein und unnötige Fahrten zu vermeiden.
Kurzzeitige Entspannung – aber keine Entwarnung
Nach Prognosen des Deutscher Wetterdienst sollen die vereisten Fahrbahnen im Laufe des Vormittags zunächst antauen. Eine nachhaltige Entspannung ist jedoch nicht in Sicht. Vor allem im Norden kann es weiterhin zu Schneeschauern kommen, die Straßen erneut rutschig machen.
Hinzu kommen anhaltend niedrige Temperaturen. Das bedeutet: Was tagsüber taut, kann in der kommenden Nacht wieder gefrieren. Die Polizei rechnet deshalb auch in den nächsten Stunden und Tagen mit glatten Straßen und einer erhöhten Unfallgefahr.
Polizei mahnt zur Vorsicht
Die Einsatzkräfte raten dringend zu erhöhter Vorsicht im Straßenverkehr. Winterreifen, größere Abstände und vorausschauendes Fahren seien jetzt besonders wichtig. Auch Fußgänger und Radfahrer sollten mit vereisten Wegen rechnen.
Die Wetterlage bleibt damit angespannt: Kurzfristige Tauphasen wechseln sich mit neuer Glätte ab – eine gefährliche Kombination, die den Verkehr weiterhin vor große Herausforderungen stellt.