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Finnland setzt verdächtiges Schiff nach Kabelschaden in der Ostsee fest

13smok (CC0), Pixabay

Nach der Beschädigung eines Untersee-Kommunikationskabels zwischen Helsinki und Tallinn hat Finnland ein verdächtiges Schiff unter Kontrolle gebracht. Der Schaden wurde am frühen Morgen vom Telekommunikationsanbieter Elisa gemeldet. Kurz darauf lokalisierte die finnische Küstenwache ein Schiff in der finnischen Wirtschaftszone, das im Verdacht steht, den Schaden zuvor in der estnischen Zone verursacht zu haben.

Nach Angaben der Behörden war die Ankerkette des Schiffes ins Wasser gelassen. Das Schiff wurde zu einem sicheren Ankerplatz in finnischen Gewässern geleitet und dort festgesetzt. Die finnische Polizei ermittelt wegen schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung sowie wegen der schweren Störung des Telekommunikationsverkehrs.

Finnlands Präsident Alexander Stubb bestätigte, dass das Schiff durchsucht wurde, und betonte, Finnland sei auf unterschiedliche Sicherheitsherausforderungen vorbereitet und reagiere entsprechend. Die Regierung beobachte die Lage eng.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an ähnliche Schäden Ende 2024, als das Stromkabel Estlink 2 sowie mehrere Datenkabel zwischen Finnland und Estland beschädigt worden waren. Damals machten die Behörden einen Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte verantwortlich; gegen den Kapitän und weitere Crewmitglieder wurde inzwischen Anklage erhoben.

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