Ein schwerwiegender technischer Defekt hat den Flugverkehr über Griechenland am Sonntagmittag vollständig zum Erliegen gebracht. Der gesamte griechische Luftraum wurde gesperrt, Ankünfte und Abflüge sind bis auf Weiteres ausgesetzt. Ursache ist ein Ausfall aller Kommunikationssysteme der Flugsicherung, wie Offizielle der zivilen Luftfahrtbehörde und des Flughafens Athen bestätigten.
Am internationalen Flughafen der griechischen Hauptstadt herrscht seither Ausnahmezustand. In den Abflug- und Ankunftshallen stauen sich gestrandete Reisende, viele warten seit Stunden auf neue Informationen. Per SMS wurden Passagiere über Flugausfälle informiert, konkrete Perspektiven gibt es bislang jedoch nicht. Auch auf der offiziellen Website des Athener Flughafens wird lediglich auf ein technisches Problem bei der Flugsicherung verwiesen, das zur vorübergehenden Einstellung sämtlicher Flüge geführt habe.
Ein Blick auf die Daten von Flightradar zeigt das Ausmaß der Störung deutlich: Der sonst stark frequentierte Luftraum über Griechenland ist nahezu leer. Alle Flüge, die sich auf dem Weg in Richtung Griechenland befanden, wurden umgeleitet oder mussten an ihren Startflughäfen bleiben. Abflüge aus Griechenland sind landesweit nicht möglich.
Nach Berichten der Zeitung Kathimerini beschränken sich die Probleme nicht allein auf das Kontrollzentrum in Athen. Auch in Nordmazedonien soll es zu Störungen gekommen sein, was die Situation zusätzlich verschärft. Infolge der Ausfälle können Fluglotsen nicht mehr miteinander kommunizieren, ein sicherer Betrieb ist damit unmöglich. Aus Sicherheitsgründen wurde der Luftraum vollständig geschlossen.
Die Auswirkungen sind an allen griechischen Flughäfen zu spüren. Medienberichte sprechen von einem vollständigen Stillstand, auch Sicherheitskontrollen sollen zeitweise nicht mehr durchgeführt worden sein. Das technische Problem besteht demnach seit den Morgenstunden gegen 9 Uhr. Wann die Systeme wieder stabil laufen und der reguläre Flugbetrieb aufgenommen werden kann, ist derzeit unklar.
Behörden und Flughafenbetreiber raten Reisenden dringend, Kontakt mit ihren Fluggesellschaften aufzunehmen und offizielle Mitteilungen aufmerksam zu verfolgen. Der Totalausfall zeigt einmal mehr, wie abhängig der internationale Luftverkehr von funktionierenden Kommunikations- und Sicherheitssystemen ist – und wie schnell ein technisches Problem ein ganzes Land vom Himmel abschneiden kann.